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Internationales Kulturfestival
20.000 Kurden wollen an der Deutzer Werft demonstrieren

Kurden und Aleviten demonstrieren in Köln
Kurden und Aleviten demonstrieren in Köln FOTO: dpa, obe tba
Köln. Zu einem Internationalen Kulturfestival werden am Samstag 20.000 Kurden in Köln erwartet. Die Polizei geht von einem friedlichen Verlauf der Veranstaltung aus, warnt aber vor Verkehrsproblemen.

Wie im vergangenen Jahr wird die Veranstaltung vom demokratischen Gesellschaftszentrum der Kurden in Deutschland (Nav-Dem e.V.) organisiert. Die Demo soll erneut an der Deutzer Werft an der Siegburger Straße stattfinden. Das Motto: "Freiheit für Öcalan, Status für Kurdistan, Demokratie für den Mittleren Osten".

Polizei und Stadt bereiten sich auf den Einsatz am Wochenende vor. "Wir gehen von einem friedlichen Verlauf aus", sagt ein Sprecher der Polizei. Schon am Freitag beginnen die Veranstalter mit dem Aufbau der Bühne, es kann daher zu ersten Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Am Samstag ist zwischen 11 und 19 Uhr mit Einschränkungen in Deutz zu rechnen, vor allem auf der Siegburger, der Mindener und der Opladener Straße. Die Stadt wird Halteverbotszonen einrichten. Auch die KVB-Bahnen auf der Deutzer Brücke können teilweise nur verzögert fahren – vor allem während der An- und Abreise der Teilnehmer.

Die Polizei hat eine "Lärmpegelobergrenze" als Auflage angeordnet. Viele Anwohner hatten sich im vergangenen Jahr über die Lautstärke beschwert. Die Stadt hat außerdem Verkaufs- und Essensstände auf dem Gelände untersagt. Die Polizei empfiehlt den Versammlungsteilnehmern, in Parkhäusern zu parken, etwa am Brücker Mauspfad, und von dort mit der Bahn nach Deutz zu kommen.

Bürgertelefon ist eingerichtet

Die Polizei richtet ein Bürgertelefon für Fragen ein (0221/229-7777). Es ist am Donnerstag und Freitag von 8 bis 18 Uhr und am Samstag von 8 bis 20 Uhr besetzt.

2016 hatte eine Gruppe junger Kurden aus dem linksautonomen Spektrum auf dem Weg zum Deutzer Bahnhof Feuerwerkskörper auf den Bahngleisen entzündet und Polizisten mit Flaschen und Steinen beworfen. An der Deutzer Werft selbst war es friedlich geblieben, auch viele Familien mit Kindern waren bei dem Fest. 

(hsr)
 
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