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"Kunst der Stunde"
Kunststudenten erobern leerstehende Cafés

Dürfen wir vorstellen: Das ist Paula Frackenpohl
Köln. Drei Kölner Studenten wollen die Gunst der Stunde nutzen: Mit "Kunst der Stunde" wollen sie in leerstehenden Geschäften und Cafés ihre Kunstwerke präsentieren. Wir haben die drei vorab getroffen, um mit ihnen über ihre Arbeit, ihre Träume und ihre erste eigene Ausstellung zu sprechen. Von Sarah Biere

"Hey, ich kenne da so einen Laden, der steht gerade leer. Was meint ihr, sollen wir dort nicht unsere erste eigene Kunstausstellung machen?" So in etwa muss es geklungen haben, als Kunststudentin Paula Frackenpohl (26) ihre beiden Freunde und Kommilitonen Martin Böer (26) und Bianka Syskowski (25) mit ihrer Idee überrumpelt hat. Entstanden ist daraus binnen weniger Tage das Pop-up Kunst-Konzept "Kunst der Stunde". Erste Station: die Kölner Südstadt. Auf der Bonner Straße 38 präsentieren die drei Nachwuchskünstler ab Freitag, 21. April, zum allerersten Mal ihre Werke. 

Dürfen wir vorstellen: Das ist Martin Böer

Kunst der Stunde – das neue Pop-up-Kunst-Konzept

Die drei – das sind die Grafikdesignerin Paula Frackenpohl, Initiatorin des Kunst-Konzeptes "Kunst der Stunde", Designerin Bianka Syskowski und Illustrator Martin Böer. Kennengelernt haben sich die Nachwuchskünstler im Studium in Köln. Mit "Kunst der Stunde" wagen sie sich mit ihren Werken nun zum ersten Mal in die Öffentlichkeit. "Für uns ist es die erste wirklich eigene Ausstellung. Das ist wahnsinnig aufregend", bestätigt Frackenpohl. 

Dürfen wir vorstellen: Das ist Bianka Syskowski

Innerhalb von zwei Wochen stand das Konzept zu "Kunst der Stunde". "Es ging alles irre schnell", sagt Syskowski. Gemeinsam entwickelten die drei ein passendes Logo und eine Webseite. "Heute haben wir noch den ganzen Tag geputzt, morgen kommen unsere Kunstwerke an die Wand", beschreibt Böer die letzten Vorbereitungen vor der Vernissage am Freitag. 

Hauptsache Emotionen

FOTO: rpo

Und dann? "Dann kommen hoffentlich viele interessierte Besucher, mit denen wir uns über unsere Kunst austauschen können", sagt Böer und wirft einen leicht nervösen Blick in Richtung seiner Freundinnen. Geld verdienen? Nebensache bei dieser ersten eigenen Ausstellung. "Die Vorstellung, eine Woche lang in einem leeren Laden zu sitzen finde ich viel schlimmer, als die Vorstellung, am Ende der Woche kein Geld verdient zu haben", bestätigt Paula Frackenpohl. "Die Besucher dürfen meine Arbeit gerne blöd finden. Alles ist besser als Gleichgültigkeit", ergänzt Böer. Darin sind sich die drei einig: Man hat als Künstler nur dann versagt, wenn beim Betrachter die Emotionen komplett ausbleiben. 

Was, wann, wo?

Die Vernissage von "Kunst der Stunde" beginnt am Freitag, 21. April, um 19 Uhr. Ab dann ist die Ausstellung eine Woche lang (22. April bis 28. April) täglich von 16 bis 19 Uhr zu sehen. 

Wo? Der Pop-up Store befindet sich auf der Bonner Straße 38 in der Kölner Südstadt. 

Informationen rund um die Künstler und die Ausstellung gibt es auf der Webseite von "Kunst der Stunde". 

 
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