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Kurden-Demonstration in Köln
Polizei will hart gegen Störer vorgehen

Pro-Erdogan-Demonstration in Köln
Pro-Erdogan-Demonstration in Köln FOTO: Young David
Köln. Bis zu 30.000 Kurden wollen am Samstag an der Deutzer Werft demonstrieren. Kölns Polizeipräsident bittet Gegner der Veranstaltungen, auf Provokationen zu verzichten. 1000 Polizisten werden am Wochenende bei insgesamt sechs Versammlungen im Einsatz sein.

"Die türkische Großkundgebung ist auch deshalb friedlich verlaufen, weil niemand die vielfach emotionalisierten Versammlungsteilnehmer provoziert hat. Genau das wünsche ich mir jetzt auch für die Versammlung der Kurden. Auch sie sollen ihre Meinung in einem geschützten Umfeld äußern können", sagte Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies am Dienstag. 

Vor einem Monat hatten an der Deutzer Werft 40.000 Anhänger des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan demonstriert.

Nachdem ein für Samstag geplantes kurdisches Kulturfestival aus Sicherheitsgründen abgesagt worden war, folgen Tausende Kurden einem Demonstrationsaufruf für das Wochenende. In Köln finden an diesem Wochenende fünf weitere Versammlungen statt. Mehr als 1000 Polizeikräfte werden im Einsatz sein.

Pro NRW zieht am Sonntag durch die Innenstadt

Eine Gruppe von Kurden-Gegnern will sich an der Lanxess-Arena versammeln. Die Polizei erwartet bis zu 50 Teilnehmer.

Für Sonntag hat die rechtspopulistische Partei Pro NRW einen Aufzug durch die Innenstadt angemeldet. Linke haben eine Gegendemonstration und Mahnwachen angekündigt. Die erforderlichen Abstimmungsgespräche dazu seien weitgehend abgeschlossen, teilt die Polizei mit.

Gegen Störer werde die Polizei frühzeitig und konsequent einschreiten, kündigte Polizeipäsident Mathies an. "Ich habe in den vergangenen Wochen viele Gespräche geführt und verdeutlicht, dass ich weder verbotene Propaganda, noch eine erkennbare Gefahr für die Sicherheit in der Stadt hinnehme", sagte er.  

Polizei warnt vor Verkehrsbehinderungen

In den Stadtteilen Deutz und Poll werde es nach Angaben der Polizei zu Verkehrsbeeinträchtigungen durch den An- und Abreiseverkehr kommen. Angemeldet ist die Großkundgebung für den Zeitraum von 11 bis 18 Uhr. 

Verkehrsbehinderungen erwartet die Polizei auch für Sonntag zwischen 12 und 19 Uhr in der Innenstadt, wenn Pro NRW auf die Straße geht. 350 Teilnehmer werden erwartet, bis zu 400 Linke sollen es bei der Gegenveranstaltung sein. 

Die Polizei hat für die Zeit von Mittwoch bis Freitag von 10 bis 18 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils von 9 Uhr bis Einsatzende ein Bürgertelefon unter der Telefonnummer 0221 229 7777 eingerichtet.

(sef)
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