| 11.30 Uhr

Kulturfest an der Deutzer Werft
Kurden demonstrieren in Köln – eine Polizistin verletzt

Kurden und Aleviten demonstrieren in Köln
Kurden und Aleviten demonstrieren in Köln FOTO: dpa, obe tba
Köln. Zu einer kurdischen Großdemonstration in Köln sind am Samstag 20.000 Teilnehmer erwartet worden. Es kamen letztlich weniger. Eine Polizistin wurde am Vormittag verletzt. 

Die Veranstaltung, die am Samstag um 11.15 Uhr gestartet ist, wird wie schon im vergangenen Jahr vom demokratischen Gesellschaftszentrum der Kurden in Deutschland (Nav-Dem e.V.) organisiert. Die Demo an der Deutzer Werft läuft unter dem Motto: "Freiheit für Öcalan, Status für Kurdistan, Demokratie für den Mittleren Osten".

Am Vormittag kam es um 10.15 Uhr zu einem Zwischenfall, als Bereitschaftspolizisten mehrere Versammlungsteilnehmer kontrollieren wollten. Wie ein Sprecher der Kölner Polizei mitteilte, rannte ein Mann an der Severinsbrücke weg, um sich der Ausweiskontrolle zu entziehen. Eine 24 Jahre alte Beamtin verfolgte ihn und wurde von einem anderen Mann zu Boden gerissen. Dabei schlug sie mit dem Kopf auf und verletzt sich. "Sie musste ihren Dienst abbrechen", sagte der Sprecher. Die beiden Männer konnten unerkannt entkommen. 

Während der Demo stellte die Polizei bis zum Mittag mehrere Fahnen sicher, auf denen verbotene Symbole der Kurdischen Arbeiterpartei PKK abgebildet waren. 

Anwohner hatten sich 2016 über zu viele Großdemos in Deutz beschwert. Die Polizei hat den Veranstaltern deshalb dieses Mal eine "Lärmpegelobergrenze" auferlegt. Mehrere Hundertschaften sind im Einsatz, wobei die Polizei im Vorhinein von einem friedlichen Verlauf des Festes ausging, da auch viele Familien mit Kindern teilnehmen. Statt der vom Veranstalter erwarteten 20.000 Teilnehmer waren letztlich es um die 10.000. 

Die Stadt ließ 35 Autos abschleppen, die in Deutz in Halteverbotszonen standen. 

Bürgertelefon ist eingerichtet

Ein Bürgertelefon der Polizei ist am heutigen Samstag von 8 bis 20 Uhr besetzt: 0221/229-7777. 

2016 hatte eine Gruppe junger Kurden aus dem linksautonomen Spektrum auf dem Weg zum Deutzer Bahnhof Feuerwerkskörper auf den Bahngleisen entzündet und Polizisten mit Flaschen und Steinen beworfen. An der Deutzer Werft war es friedlich geblieben.

(hsr)
 
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