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Nach Duisburger Vorbild
Kölner Verkehrsbetriebe planen Bus per App

KVB in Köln plant Busse on Demand nach Duisburger Vorbild
Ein On-Demand-Bus vor dem Stadttheater in Duisburg. (Archivbild) FOTO: Raskopf
Köln/Duisburg. Die Kölner Verkehrsbetriebe wollen ein Bus-On-Demand-System einführen. Fahrgäste können dabei per App einen Bus zu der Zeit und an den Ort rufen, an dem sie ihn brauchen. Das System gibt es bereits seit September in Duisburg. Von Urs Lamm

Stephan Anemüller, Sprecher der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), bestätigte die Pläne auf Anfrage unserer Redaktion. Das neue Angebot soll demnach im nächsten Jahr der Kölner Kommunalpolitik präsentiert werden. "Derzeit können wir die gegebenenfalls vorzunehmenden Erweiterungen oder Modifizierungen unseres Angebotes noch nicht skizzieren", sagt  Anemüller. Vermutlich werde es sich jedoch eher um ein Angebot für kürzere Strecken handeln.

Fahrgäste teilen sich die Kosten

In Duisburg wird dieses System bereits seit September im Zuge eines dreijährigen Pilotprojektes im Bereich der Innenstadt angewendet. Dort heißt das Angebot Mybus. Entwickler der Duisburger App und Projektpartner ist das Unternehmen "Door2Door", das sich auf innovative Nahverkehrsangebote spezialisiert hat. 

Die On-Demand-Busse sind in der Ruhrgebietsstadt in den Wochenendnächten und sonntags unterwegs. Für die Kleinbusse existiert kein Fahrplan, sondern sie fahren auf Basis der Nachfrage der Fahrgäste. Per App übermitteln die ihren Fahrtwunsch und teilen sich die Kosten der Tour. Konkret funktioniert das System folgendermaßen: Ein Fahrgast bestellt sich über die Mybus-App einen Bus. Dabei gibt er einen Abholort und ein Ziel an. Zusteigen können die Fahrgäste überall in dem von den Duisburger Verkehrsbetrieben (DVG) festgelegten Gebiet. Die App nennt Verfügbarkeit und die Wartezeit, bis der Bus den Abholort erreicht.

Über eine interaktive Karte lässt sich die Anfahrt des Busses live verfolgen. Sobald der Fahrgast zugestiegen ist, errechnet die App unter Berücksichtigung anderer Nutzeranfragen den kürzesten Weg zum Ziel. Wer in einen Mybus einsteigt, nimmt also Umwege in Kauf, da der Fahrer auch andere Nutzer einsammelt. Um längere Wartezeiten und weite Umwege zu verhindern, setzen die DVG bis zu fünf Busse gleichzeitig ein. Eine einfache Fahrt im Stadtgebiet kostet 3,20 Euro. Zeitkarteninhaber, Abokunden und Kinder fahren für 2,50 Euro. 

 
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