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Happy End?
Lebenszeichen von Kölner Flaschenpost-Absenderin

Lebenszeichen von Kölner Flaschenpost-Absenderin
Judith Klein will die Absenderin dieser mehr als 40 Jahre alten Flaschenpost finden. FOTO: Judith Klein
Köln. Die Kölnerin Ingrid Müller, die vor 40 Jahren eine Flaschenpost in die Nordsee geworfen hatte, soll offenbar doch noch am Leben sein. Wie die Stadt Köln der Finderin mitteilte, soll die Absenderin inzwischen geheiratet haben und einen anderen Namen tragen.

Am Donnerstagnachmittag hatte Finderin Judith Klein zunächst die traurige Mitteilung erhalten, dass Ingrid Müller, deren Flaschenpost sie im Urlaub auf Ameland gefunden hatte, inzwischen tot sei. Ihre Suchaktion auf Facebook nahm damit zunächst ein trauriges Ende. Auch RP Online hatte darüber berichtet.

Allerdings nahm die Geschichte noch am Donnerstagabend abermals eine Wendung – eine glückliche. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, soll Ingrid Müller noch leben. "Ich habe einen Anruf von der Stadt oder vom Stadtarchiv bekommen. So genau kann ich das nicht mehr sagen. Ingrid Müller soll vor Jahren geheiratet haben und nun anders heißen", sagte Judith Klein. "Sie ist offenbar noch am Leben."

Große Suche im Netz

Ihren Urlaubsfund postete Judith Klein auf Facebook und löste damit eine Suchaktion aus, die schnell zum viralen Thema im Netzwerk wurde. "Vielleicht lässt sich Ingrid M. ja so finden", schreibt sie dazu. Ihr Beitrag wurde tausendfach geteilt.

Ein Besuch an der Adresse, die Ingrid Müller in ihrem Brief hinterlassen hatte, brachte die – zunächst – traurige Gewissheit. Das Haus in der kleinen Straße in Köln-Bocklemünd gibt es noch. Doch der Name aus dem Brief steht nicht an der Klingel. Es öffnete niemand. Ein Nachbar erinnerte sich an die Frau, die die Flaschenpost verschickt hatte. "Sie ist leider schon vor fünf Jahren verstorben", sagt er. Ihr Haus wurde nach ihrem Tod verkauft.

"Ich hätte ihr ihre Flaschenpost sehr gerne zurückgebracht", sagte Judith Klein am Donnerstag unserer Redaktion. "Es ist eine so romantische, schöne Geschichte irgendwie." Diese Chance hat die Dortmunderin nun offenbar, denn die Kölner Stadtverwaltung verprach ihr, ihr den neuen Namen und die Adresse der Absenderin per Brief zukommen zu lassen. Am Telefon sei dies aus Datenschutzgründen nicht möglich gewesen.

(mro)
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