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Köln
Backwaren im Müll: Aktivisten demonstrieren vor Rewe-Zentrale

Leere Tonne: Protest vor Rewe-Zentrale in Köln
Noch bis kurz vor Ladenschluss werden die Regale mit frischen Backwaren aufgefüllt. Das soll sich laut der Initiative "Leere Tonne" ändern. FOTO: dpa, frg sab
Köln. Weil die Supermarktkette Rewe bis zum Ladenschluss seine Regale mit frischen Backwaren auffülle, würden zu viele Brötchen im Müll landen, so lautet der Vorwurf. Aktivisten demonstrierten am Montag vor der Konzernzentrale in Köln gegen das Wegwerfen. 

Rund 30 Teilnehmer hätten am Montagmittag in der Kölner Innenstadt Brötchen und Kuchen an Passanten verteilt, um auf die Problematik aufmerksam zu machen, sagte eine Sprecherin der Initiative "Leere Tonne" in Köln. "Leere Tonne" wirft Rewe vor, die Bäckereien in den Märkten zum Auffüllen der Regale vertraglich zu zwingen, wodurch große Mengen an Backwaren im Müll landeten.

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Die Supermarktkette wehrte sich gegen die Vorwürfe. Es gebe keine Verträge, in denen Rewe die Bäckereien zwinge, "wieviel Artikel oder welche Sortimente sie in den Abendstunden zu führen haben", teilte Rewe am Montag in Köln mit. Die Behauptung sei falsch und widerspreche den Tatsachen.

Die Initiative "Leere Tonne", zu der unter anderem die Aktion Agrar und foodsharing.de gehören, beruft sich mit ihrer Kritik auf mehrere Verträge von Bäckern, in denen sich demnach Klauseln zum Auffüllen der Regale bis in die Abendstunden finden.

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Laut einer Studie der FH Münster landen insgesamt zehn Prozent aller Brote auf dem Müll. Mehr dazu hier. 

(AFP)
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