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Köln
Mini-Hengst "Brinco" erkundet neugierig seine Welt

Köln. Im Kölner Zoo wurde ein zweifarbiges Alpaka geboren. Auch der derzeit kalte Herbstregen stört den Kleinen nicht wirklich. Von Stephan Eppinger

Während draußen auf den Wegen die Menschen sich in warme Jacken verkriechen und unter dem Schirm Deckung vor dem kalten Herbstregen suchen, erkundet Mini-Hengst Brinco neugierig seine Umgebung im Kölner Zoo. In der vergangenen Woche wurde das kleine Alpaka geboren. Von der Herde ist es liebevoll aufgenommen worden. Nicht nur Vater Caniche und Mutter Mira kümmern sich um sein Wohlbefinden. Und gegen die Kälte im Herbst wird Brinco durch sein lockiges Fell gut geschützt.

Alpakas sind südamerikanische Haustiere, die vor rund 6000 Jahren im Hochland der Anden aus den feingliedrigen, zierlichen Vikunjas gezüchtet wurden. Alpakas spielten bei den Andenbewohnern eine ähnliche Rolle wie hierzulande das Hausschaf. Ihr weiches, lang gewelltes Fell bietet Wolle von ausgezeichneter Qualität. Sie wird zu Teppichen, Mänteln oder Decken verarbeitet. Die Schur findet alle zwei Jahre statt. Alpakas treten in vielen Farbschattierungen auf. In der Herde des Kölner Zoos sind schwarze, braune, grau-weiße sowie isabellfarbene Tiere vertreten. Mit Brinco gibt es nun auch ein zweifarbiges Alpaka. Er hat braune "Hosen", braune Nase und braungesprenkelten Ohren auf weißem Grund.

In ihrem Ursprungsgebiet werden die Alpakas in den baumlosen alpinen Landschaften von Bolivien, Ecuador und Peru in Höhen von bis zu 4000 Metern halb-wild gehalten. Die Tiere ernähren sich vom spärlichen Gras- und Kräuterbewuchs. Sie sind sehr gesellig. Es kommt selten zu Auseinandersetzungen. Werden sie bedrängt, oder in Konkurrenzsituationen, verschaffen sie sich durch Spucken und Treten Raum - auch Menschen gegenüber.

Alpakas leben in kleinen Familienverbänden, bestehend aus einem erwachsenen Hengst und mehreren Stuten mit deren Jungtieren. Die Fohlen werden nach einer Tragzeit von elf bis zwölf Monaten geboren. Nach der Geburt kommen sie schnell auf die Beine, um nach der Milchquelle zu suchen. Die Mutter stellt durch Beschnuppern und Laute den Kontakt zum Fohlen her.

Im Kölner Zoo erhalten sie neben etwas Kraftfutter und Möhren im Sommer Gras und im Winter Heu. Auch Laub von Pappeln und Weiden sowie deren Rinde nehmen Alpakas gern an.

Quelle: RP
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