| 00.00 Uhr

Konzert
Musik so klar wie das Polarlicht

Köln. Ihre sanfte, aber zugleich kraftvolle Stimme berührt zutiefst. 19 Jahre alt ist Aurora und sie ist auf dem besten Weg, ein großer Popstar zu werden. Gerade hat die Norwegerin mit "All my Demons gretting me as Friend" ihr Debütalbum veröffentlicht, das nicht nur in ihrem Heimatland für Aufsehen sorgt. Ihren Vornamen hat sie vom Polarlicht bekommen, und wenn man dieses zum Klingen bringen könnte, würde es sich wohl ähnlich geheimnissvoll anhören wie Auroras Musik. "Ich habe fast ein Jahr für die 17 Songs gebraucht, aber ich wollte mir Zeit lassen. Und jetzt fühlt es sich an, als wären die Stücke für die Ewigkeit bestimmt", sagt die zierliche Sängerin mit ihren silbrigen Haaren bei ihrem Besuch in Köln. Am 2. Mai kehrt sie ins Gloria an der Apostelnstraße zurück und präsentiert ihr Album dort live. "Norwegen und seine Bewohner sind sehr speziell. Sie glauben noch an die Existenz von Feen, Elfen und Trollen. Das sind Jahrhunderte alte Sagen, die bis heute unser Leben bestimmen", sagt Aurora.

Besonders am Herzen liegt ihr das Meer. "Ich kann von meinem Fenster direkt auf die See blicken. Dort habe ich meine Songs geschrieben und mich vom Ozean dabei inspirieren lassen." Zum Schreiben verwendet sie immer ihr kleines Notizbuch, dass sie überall hin begleitet. "Ich mag Papier und liebe es, darauf zu schreiben. Es fühlt sich besser an, als etwas in das Smartphone zu tippen." Dass ihre Songs voller Fantasie stecken und über eine eigene Klangsprache verfügen, führt Aurora auf ihre Kindheit zurück: "Ich habe mir damals selbst gerne Geschichten erzählt. Auch heute träume ich noch sehr gerne und liebe es, Inspirationen beim Lesen von Büchern zu bekommen", sagt die Künstlerin. Auf das Konzert in Köln freut sich die Norwegerin, zu deren Fans auch Ikonen wie Katy Perry gehören, schon jetzt: "Ich liebe die deutschen Fans. Bei einem Festival hat jeder vor der Bühne getanzt, bei mir zu Hause stehen die Leute eher still beim Konzert." Anfangs tat sich Aurora bei ihren öffentlichen Auftritten noch ziemlich schwer und war vor jedem Konzert nervös. Das hat sich inzwischen gelegt. Nur das Reden zwischen den Songs mag sie noch immer nicht. "Da lasse ich lieber meine Musik sprechen."

Stephan Eppinger

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Konzert: Musik so klar wie das Polarlicht


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.