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Köln
Musik und Artistik vereinigen sich

Köln. Die "Höhner Rockin' Roncalli Show" kommt ab dem 10. Mai für 18 Tage im Zeltpalast an die Designpost in Deutz. Damit feiert der Circus Roncalli dem Abschluss seines Jubiläumsjahres mit der kölschen Band. Von Stephan Eppinger

Zum 40-jährigen Bestehen des Circus Roncalli präsentieren die Höhner und Zirkusdirektor Bernhard Paul vom 10. bis zum 28. Mai die "Höhner Rockin' Roncalli Show" im Zeltpalast an der Designpost Köln. "Funambola - Capriolen des Lebens" - unter dieses Motto haben sie ihr gemeinsames Projekt gestellt. Seiltänzer schweben am Himmel, Akrobaten fliegen durch die Lüfte, Artisten vollbringen fast Unmögliches - und die Höhner spielen jeden Abend live den Soundtrack dazu.

Funambola, der italienische Begriff für den Seiltanz, inspirierte die Band und den Zirkuschef bei der Neuauflage. Herzstück bleibt die Musik der Höhner, zu der die Darbietungen von Roncalli wie maßgeschneidert passen. Die Band schriebt für die Show eigens den Titelsong "Funambola". "Die tägliche Gratwanderung, die wir Menschen mal mehr, mal weniger glücklich meistern, ist ein spannendes Thema", sagt Höhner-Frontmann Henning Krautmacher. Das Leben sei ein Auf und Ab und voller Gegensätze. "Wie mutig und anmutig man das Gleichgewicht halten kann, zeigen uns von jeher die Seiltänzer. In unserer neuen Show steht dieser Akt auf dem dünnen Draht für das Ausbalancieren der Kräfte."

Paul nimmt die Herausforderung an, nicht nur, wenn es darum geht, mit dem Kolumbianer Jose Henry Caycedo eine imposante Leitfigur für "Funambola" zu präsentieren. "Als Funambules waren die Seiltänzer in Frankreich seit dem 18. Jahrhundert viel bewunderte Gaukler. Ihre Talente - Konzentration, ein ausgeprägtes Körpergefühl und eine gewisse Verwegenheit - finden sich im Zirkus heute in vielen anderen Formen der Artistik wieder", berichtet Paul.

In der Show schwirrt Caycedo als spitzohriges Fabelwesen über den schmalen Grat, wiegt sich ein frisch verliebtes Paar in einem wogenden Riesenrad und setzt riskant auf "Kopf oder Zahl", interpretieren der große und der kleine Bruder der "Novruzov Brothers" Gegensätze auf amüsante Art und Weise - und die frechen Fred und Bert kleine Unterschiede zwischen Frau und Mann. Wurfakrobatik und Menschenpyramiden - das geht nur mit Balance, wie die vier jungen Ukrainer von "Crazy Flight" unter Beweis stellen. Das Wechselhafte im Leben präsentiert das Quick-Change-Duo Minasov, das nach langer Zeit zur "Höhner Rockin' Roncalli Show" zurückkehrt.

Alena Ershova vereint Handstand-Artistik mit Hula-Hoop. Die Reifen immer in Bewegung, ruht sie selbst stets fest auf ihren Händen. Anna de Carvalho hingegen erobert den Zirkushimmel und tanzt in ihrer "Flying-Pole-Performance" scheinbar schwerelos mit und an der Stange. Voll Energie stürmt die Artistengruppe "Sol de Cuba" in die Manege, formiert sich zu menschlichen Pyramiden oder wirbelt durch die Lüfte. "Lebensbejahend, fröhlich, mitreißend - wir wollen nicht polarisieren, sondern ausbalancieren. Gerade hier und heute treten wir erst recht ein für Miteinander und Mitgefühl", sagt der kreative Drahtzieher des neuen Projektes, Regisseur Thomas Bruchhäuser.

Seit 2000 floriert die Allianz der beiden Kölner Institutionen. Inzwischen haben über 500.000 Besucher die Show gesehen. Diese ist eine Mischung aus kölschem Pop und circensischer Kunst. Dass das liebste Lust-und-Laune-Projekt der Kölner Urgesteine 2017 ein Heimspiel hat und gleichzeitig den Abschluss der Feiern zum Roncalli-Jubiläum bildet, bedeutet den Höhnern viel. "Wir freuen uns, mit unserem neuen Programm ,Funambola' in Köln viele liebgewonnene Fans und neue Freunde treffen zu können", sagt Krautmacher.

Quelle: RP
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