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Vorwürfe gegen Sicherheitsdienst
Reker plant Ombudsstelle für Flüchtlinge

Vorwürfe gegen Sicherheitsdienst in Flüchtlingsheim
Köln. Für Asylbewerber in Köln soll eine unabhängige Anlaufadresse für Fragen und Beschwerden geschaffen werden. 

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker möchte eine Anlaufstelle für Fragen und Beschwerden von Flüchtlingen einrichten. "Durch ein solches Angebot erweitern wir die Palette der Möglichkeiten, um bei Problemen, aber auch bei Gewalt oder Übergriffen schnell und wirkungsvoll reagieren zu können", sagt Reker.

Um ein Höchstmaß an Neutralität zu gewährleisten, solle die "Ombudsstelle" nicht bei der Stadtverwaltung oder den Trägern der Einrichtungen angesiedelt sein, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Die Stadtverwaltung prüfe zurzeit, wie die Anlaufadresse unabhängig eingerichtet werden könne, um bei den Hilfesuchenden Berührungsängste zu verhindern.

In zwei anonymen Briefen, die am Donnerstag öffentlich wurden, werfen Frauen aus einem Kölner Flüchtlingsheim den Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes sexuellen Missbrauch vor.

Aktuell bringt die Stadt Köln mehr als 11.900 Geflüchtete unter. 4000 Menschen sind in Sporthallen, umgebauten Gewerbeobjekten oder Leichtbauhallen untergebracht.

(sef)
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