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Köln
Nachts im Museum, Teil 18

Köln: Nachts im Museum, Teil 18
Das Museum ist auch nachts einen Blick wert. Archivfoto: Angahri/Boxberg FOTO: Schnütgen
Köln. Am 4. November können sich Besucher auf einen nächtlichen Kunst- und Kulturbummel durch insgesamt 200 Veranstaltungen an 44 Orten begeben. Zum Programm gehören auch neue Sonderausstellungen und Konzerte. Von Stephan Eppinger

Eine Nacht, 44 Kunstorte, 200 Veranstaltungen - am 4. November gibt es von 19 bis 2 Uhr die 18. Ausgabe der Museumsnacht in Köln. Neben den Ausstellungen hat das Rahmenprogramm mit Konzerten, Lesungen, DJ-Sets und Theaterstücken wieder jede Menge zu bieten - und zeigt, dass Kunst nicht nur stumm an Wänden hängt. Auch räumlich sind dem Kunsterlebnis keine Grenzen gesetzt: Vier Shuttlebusrouten verbinden die einzelnen Stationen - und bringen die Nachtschwärmer kostenlos von einem Erlebnis zum nächsten.

Ob Elektro-Sounds in römischen Gemäuern, Videogames zwischen Designmöbeln oder ein Orchester mitten in den Ausstellungsräumen des Museum für Ostasiatische Kunst. Unter dem Motto "#exploreyourmuseums" können in der Museumsnacht ausgewählte Kunstorte bis in die Morgenstunden hinein entdeckt werden. Auch in diesem Jahr wartet wieder ein buntes Familien- und Kinderprogramm. Mehrere spezielle Führungen stillen ersten Wissensdurst und machen Lust auf mehr. So kann man den eigenen Superhelden entwerfen, japanischen Schmuck basteln oder bei einer Comic-Lesung teilnehmen.

Mit der aktuellen Schau "Tintoretto - A Star was Born" zeigt das Wallraf-Richartz-Museum Ungewöhnliches: Der junge Tintoretto, Popstar der italienischen Kunstszene des 16. Jahrhunderts, revolutionierte die Kunstwelt mit Werken voller unkonventioneller Ideen, Provokation und Experimentierfreude. Ins Mittelalter eintauchen können Besucher in der frisch eröffneten Sonderausstellung "Expedition Mittelalter". Das Museum Schnütgen holt jede Menge sonst verborgener Schätze aus der Sammlung ans Tageslicht, durch die Ausstellung führt ein eigens herausgebrachter Comic. Kontrastprogramm bietet das Makk mit "Im Spielrausch": Eine Reise in die schillernde Welt der Spiele, geprägt von Sieg und Niederlage, Jagdfieber und Exzess.

Vier neue Stationen wollen entdeckt und erkundet werden. Der Atombunker Köln-Kalk öffnet seine Stahltüren. Treffpunkt ist die U-Bahn-Haltestelle Kalk-Post, doch allein findet man hier weder den Eingang, noch seinen Weg durch die unterirdische Welt - daher unbedingt vorab online für eine Führung anmelden. Nicht weit davon wartet schon der nächste Neuling: Der Ausstellungsraum für Brauchbarkeit ist voller junger Kunst. Die Artothek bietet Kunstwerke zum Ausleihen, darunter sogar raumgreifende und -bezogene Arbeiten. Und dann ist da noch das LTK4 - fünf zu einem Glockenturm gestapelte Quader in der Südstadt. Was an sich bereits nach einem Kunstwerk klingt, bietet überraschend viel Raum für zeitgenössische Klangkunst.

In der Museumsnacht am 4. November treffen Stars, Newcomer und Szenekoriphäen aufeinander. Schauspielerin Nina Hoger liest im Käthe Kollwitz Museum auf berührende und fesselnde Weise aus Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Biografie. Auch Schauspieler Kai Schumann - bekannt durch die ZDF-Serie "Heldt" - gibt sich die Ehre: Im Wallraf-Richartz-Museum liest er exklusiv aus Hanns-Josef Ortheils neuem Roman "Der Typ ist da".

Musikfans kommen bei der Museumsnacht auch nicht zu kurz. Im Rautenstrauch-Joest-Museum gibt es Reggae vom Feinsten. Sebastian Sturm, Star der europäischen Roots-Reggae-Szene, versetzt das Publikum zusammen mit seiner Band Exile Airline in einen glückseligen Ausnahmezustand. Auch im Römisch-Germanischen Museum will Fabrizio Cammarata mit seiner Musik die Kulturen einen.

Quelle: RP
 
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