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Köln
Offenbar Bombenbau-Anleitung auf USB-Stick entdeckt

Kunstprojekt Dead Drops findet weltweit Unterstützer
Kunstprojekt Dead Drops findet weltweit Unterstützer FOTO: Aram Bartholl
Köln. Ein in ein Haus einzementierter USB-Stick, angeblich mit Anleitung zum Bombenbau, beschäftigt die Kölner Polizei. Es handele sich um einen sogenannten "Dead Drop", einen toten Briefkasten. 

Der USB-Stick war nach Polizeiangaben von Dienstag fest in eine Hauswand in der Kölner Südstadt einzementiert, aber so, dass die Anschlussbuchse zugänglich blieb. Der Kölner "Express" habe nach der Entdeckung des Daten-Verstecks durch seine Reporter die Polizei informiert, sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben der Zeitung sollen sich auf dem Stick Anleitungen zum Bombenbau und zur Herstellung von Drogen befinden.

Der "Express" berichtete weiter, es gebe sieben Dateien auf dem Träger. Es handele sich um mehrere hundert Seiten umfassende Dokumente. Darin werde die Herstellung einer Bombe genau beschrieben, die Zusammensetzung und die Wirkung einzelner Stoffe.

Polizeibeamte hätten den Datenträger herausgeholt, ihn aber nicht auswerten können, sagte ein Polizeisprecher. Er sei angerostet, kaputt und lasse sich nicht öffnen. Die Polizei werde jetzt eine Kopie der Daten sichten, die der "Express" von dem Stick gemacht habe und dann entscheiden, ob sie das Landeskriminalamt einschaltet.

Der Datenträger sei ein sogenannter Dead Drop, ein toter Briefkasten. Die Idee des Datenaustauschs über "Dead Drops" ist vor einigen Jahren in Berlin mit künstlerischen Inhalten entstanden und fand weltweit Unterstützer. 

 

(lnw)