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Köln
Bisheriger Stellvertreter wird Dombaumeister in Köln

Köln. Vom Stellvertreter zum Dombaumeister: Peter Füssenich wird befördert, wie der Kölner Dompropst Gerd Bachner am Dienstag mitteilte.

Der Erzbischof Kardinal Rainer Woelki habe bereits seine Zustimmung erteilt, ebenso NRW-Bauminister Michael Groschek. Füssenich soll das Amt umgehend antreten.

Mit 45 Jahren gilt er in seiner Branche als einer der Jüngeren auf einem solchen Posten. Den Dombau hatte er bereits kommissarisch geleitet, nachdem sich der alte Dombaumeister Michael Hauck und das Domkapitel nach monatelangem Streit getrennt hatten.

Aufgabe eines Dombaumeisters ist es, mit seinen rund 100 Mitarbeitern das historische Bauwerk in Schuss zu halten.

"Im vergangenen Jahr habe ich Herrn Peter Füssenich in seiner Aufgabe als kommissarischer Leiter der Kölner Dombauhütte als tatkräftigen und kompetenten Mitarbeiter kennen und schätzen gelernt", erklärte Dompropst Bachner. "Bei aller Doppelbelastung hat er sich stets mit großem Enthusiasmus und Tatkraft für den Kölner Dom eingesetzt", fügte er hinzu. Nach Angaben des Domkapitels waren von 15 Bewerbern vier Kandidaten zu Bewerbungsgesprächen eingeladen worden.

Füssenich wurde 1971 geboren und studierte von 1993 bis 2004 Architektur, Baugeschichte und Denkmalpflege. Schon in seiner Abschlussarbeit widmete er sich dem Kölner Dom: Er schrieb über die sogenannte Ziegelplombe, eine Mauer aus Zehntausenden Steinen, mit der im Zweiten Weltkrieg die Schäden einer Bombendetonation geflickt wurden. Seit 2012 war er stellvertretender Dombaumeister.

Aufgabe eines Kölner Dombaumeisters ist es, mit seinen rund 100 Mitarbeitern das historische Bauwerk in Schuss zu halten. Der Deutschen Presse-Agentur hatte Füssenich im vergangenen Jahr über seinen Job gesagt: "Natürlich ist das die Vorstufe zum Paradies".

(lnw)
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