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Köln
Molotowcocktails auf Kölner Streifenwagen geworfen

Köln-Porz. Am späten Freitagabend haben Unbekannte mehrere Brandflaschen auf die Polizeiwache Köln-Porz geworfen. Die Molotowcocktails entzündeten sich nicht.

Ermittler der Kripo Köln prüfen derzeit einen Zusammenhang mit einem Polizeieinsatz im Ortsteil Urbach, der wenige Stunden zuvor stattgefunden hatte.

Gegen 23.20 Uhr hörten Beamte vor dem Dienstgebäude an der Ernst-Mühlendyck-Straße mehrfach klirrende Geräusche. Die Polizisten entdeckten unmittelbar neben einem dort geparkten Streifenwagen mehrere zersprungene Glasflaschen sowie mit Brandbeschleuniger getränkte Tücher. Passanten gaben an, eine Gruppe von sechs bis acht dunkel gekleideten Jugendlichen, die dicke Jacken trugen, beobachtet zu haben. Sie sollen die Flaschen geworfen haben.

Einer der Täter habe eine Kapuzenjacke getragen. Die Gruppe sei in Richtung Hauptstraße geflüchtet. Der Tatort wurde abgesperrt, der Erkennungsdienst hinzugezogen.

Einige Stunden zuvor hatte eine Streifenwagenbesatzung in Urbach einen polizeibekannten Kölner (18) in Gewahrsam genommen. Gegen 16.15 Uhr hatte der 18-Jährige an der Straße Am Schwanebitzer Hof laut Angaben von Zeugen einen "Totschläger" an einen Jugendlichen (15) übergeben. Bei dem Duo stellten die Polizisten zwei Teleskopschlagstöcke sicher. Bei dem 18-Jährigen fanden sie zudem Drogen und eine vierstellige Bargeldsumme. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden weitere Betäubungsmittel sichergestellt. Die Beamten fertigten eine Strafanzeige wegen Drogenhandels und erteilten dem Beschuldigten einen Platzverweis.

Kurz nach 20 Uhr wurde der 18-Jährige jedoch an der nahegelegenen Kaiserstraße/Ecke Frankfurter Straße wieder angetroffen. Als die Polizisten ihn in Gewahrsam nehmen wollten, wehrte er sich und erhielt Unterstützung von einer Gruppe von 20 bis 25 Männern. Als die Beamten - nach mehrfacher, lauter Androhung - Pfefferspray einsetzten, zog sich die Gruppe in Richtung Zündorfer Straße zurück. Einige der Unbekannten warfen jedoch gezielt mehrere Steine auf die Beamten. Ein Polizist erlitt leichte Verletzungen.

Die Ermittlungen der Kripo Köln wegen gefährlicher Körperverletzung, schweren Landfriedensbruchs, versuchter Gefangenenbefreiung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte dauern an. Ein Tatzusammenhang zwischen den beiden geschilderten Sachverhalten ist nicht auszuschließen.

Zeugen werden dringend um sachdienliche Angaben gebeten - insbesondere zur versuchten schweren Brandstiftung an der Porzer Polizeiwache - unter der Rufnummer 0221 2290 oder per E-Mail unter poststelle.koeln@polizei.nrw.de.

(ots)
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