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Bildung
Privatuni mit 168 Jahren Tradition

Köln. An der Hochschule Fresenius im Mediapark sind derzeit 2100 Studenten eingeschrieben. Seit 2003 werden hier junge Menschen auf ihr Berufsleben vorbereitet.

Im Jahr 2003 waren es 122 Studenten, die zum Start der privaten Hochschule Fresenius am Standort Köln eingeschrieben waren. Heute werden dort 2100 Studenten auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet. Dennoch sind die modernen Räumlichkeiten im Mediapark weit vom Massenbetrieb der Kölner Uni entfernt. So gibt es dort statt riesiger Hörsäle kleine, überschaubare Seminarräume. Auch die Studierenden- und die Café-Lounge wirken gemütlich genauso wie die Bibliothek, wo sich Studenten zum Lernen zurückziehen können. Dort gibt es auch extra Räume, die beispielsweise von Lerngruppen reserviert werden können.

10.000 Studenten und Berufsfachschüler hat die 1848 gegründete private Uni an ihren Standorten Köln, Hamburg, München und Idstein sowie den Studienzentren in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und New York derzeit. Sie zählt bundesweit zu den renommiertesten und größten Hochschulen in privater Trägerschaft. Vor 168 Jahren startete Carl Remigius Fresenius in Wiesbaden mit seinem gleichnamigen chemischen Laboratorium, wo er die Praxis direkt mit der Ausbildung verknüpfen wollte. Inzwischen verfügt die staatlich anerkannte Hochschule über verschiedene Fachbereiche wie Wirtschaft und Medien, Gesundheit und Soziales, Chemie und Biologie sowie Design. Insgesamt gibt es 68 Studiengänge.

"Zu den zentralen Themen zählt bei uns der Praxisbezug vom ersten Tag des Studiums an. Wir verfügen über ein breites Netzwerk von Partnern. Dazu zählen Unternehmen wie Bayer oder die Metro genauso wie Autobauer oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften", sagt Geschäftsführer, Professor Marcus Pradel, der den Standort Köln mitbegründet hat. Auch auf Internationalität wird viel Wert gelegt. So gibt es die Möglichkeit, ohne Zeitverlust im Studium ins Ausland zu gehen und dort Erfahrungen zu sammeln. Neben dem neuen Studienzentrum in New York ist diese beispielsweise auch in Shanghai möglich. Dazu kommen verschiedene Sprachangebote. Englisch ist für alle Pflicht. In der Business School laufen sogar alle Veranstaltungen auf Englisch ab.

Wichtig ist zudem die interdisziplinäre Offenheit: "Wenn heute junge Studenten schon mit 17 zur Hochschule kommen, wissen diese oft noch nicht, was sie später beruflich machen wollen. Bei uns stehen ihnen alle Wege offen. Das ist ein klarer Mehrwert gegenüber anderen Mitbewerbern", betont Pradel. Anders als in einer staatlichen Hochschule zahlen die Studenten bei Fresenius durchschnittlich eine Studiengebühr in Vollzeit von 750 Euro im Monat. Dafür erhalten sie ein breites Angebot von Sprachkursen, Auslandsaufenthalten, Exkursionen, Praxisprojekten sowie weiteren Angeboten wie beispielsweise Bewerbungstrainings. "Wir verstehen uns als Dienstleister, aber wir verschenken keine Abschlüsse. Bei uns müssen die Studenten genauso wie anderswo Leistung bringen", sagt Pradel. Wert lege man auch darauf, dass kein zeitlicher Verzug im Studium entstehe. Die durchschnittliche Studienzeit beträgt 6,4 Semester.

Stephan Eppinger

Quelle: RP
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