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Landgericht Köln verpasst Frist
Prozess gegen mutmaßlichen Beilmörder muss neu aufgerollt werden

Köln. In Köln verurteilt ein Richter einen Mann, der zwei Frauen brutal getötet haben soll. Doch dann verbummelt das Landgericht die Abgabefrist für das Urteil. Nun findet der Prozess erneut statt.

Zwei Frauen soll er getötet haben, deshalb ist ein Mann schon zum zweiten Mal am Kölner Landgericht angeklagt.
Eigentlich war der 54-Jährige in der Sache bereits verurteilt worden.
Doch wegen eines Formfehlers wird der Prozess am Donnerstag (9.15 Uhr) wieder aufgerollt. Im vergangenen Jahr hatte das Gericht den Mann zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Der Richter sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im Streit über seine Schulden in Bergisch-Gladbach eine Bekannte und deren 84-jährige Mutter mit einem Beil getötet hat. Doch das schriftliche Urteil ging zu spät bei der Geschäftsstelle ein. Der Bundesgerichtshof hob den Spruch auf und verwies den Fall zurück ans Landgericht. Der Prozess läuft nun in einer anderen Kammer. Warum die elf Wochen lange Frist ignoriert wurde konnte der Sprecher des Landesgerichts nicht erklären.

 

(siev/lnw)
 
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