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Köln
Rapper Xatar hat sich gestellt

Rapper Xatar stellt sich in Köln der Polizei
Rapper Xatar hat sich in Köln der Polizei gestellt. FOTO: dpa, pdz sup
Köln. Nach einem brutalen Angriff im Belgischen Viertel in Köln hat sich Rapper Xatar gestellt. Er gilt als Tatverdächtiger in der Auseinandersetzung zwischen Rappern.

Der 34-Jährige, der seit dem Vorfall vor rund einer Woche flüchtig war, ist am Dienstagmorgen mit seinem Rechtsanwalt zur Polizei in Köln gegangen, wie Staatsanwalt Ulrich Bremer unserer Redaktion bestätigte. Gegen den Mann lag ein Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung vor.

Allerdings, so betonte Bremer, liege gegen Xatar kein Vorwurf der unmittelbaren Tatbeteiligung vor. Er habe auf dem Polizeipräsidium Angaben zur Tat gemacht. 

Xatar soll noch heute dem Haftrichter vorgeführt werden, sagt Bremer. Die Staatsanwaltschaft habe Antrag auf Haftverschonung gestellt, weil der Rapper sich freiwillig gestellt und eine Aussage gemacht habe. Als Auflagen kämen eine Meldepflicht oder eine Kaution in Betracht.

Bremer sagte weiter, Xatar habe sich nicht in Dubai aufgehhalten und es sei auch nicht europaweit nach ihm gefahndet worden. Den Eindruck einer Flucht nach Dubai habe Xatar selbst durch entsprechende Postings erweckt. Xatar wurde 1981 als Giwar Hajaybi in einem westiranischen Dorf geboren und wuchs in Bonn auf. Er saß wegen eines Raubüberfalls bereits mehrere Jahre im Gefängnis.

Am Montagabend haben sich bereits die ebenfalls tatverdächtigen  Brüder Selam A. und Rirzgar A. gestellt. In Begleitung ihrer Anwälte erschienen die Brüder gegen 17.50 Uhr im Polizeipräsidium und machten Aussagen zur Tat, bestätige Bremer. Auch sie sollen heute dem Haftrichter vorgeführt werden.

In der Nacht zum Montag voriger Woche war ein 34-Jähriger bei einem Streit im Belgischen Viertel in Köln schwer verletzt worden.

Eine Streife stoppte ihn nach Angaben der Staatsanwaltschaft in einem Wagen mit zerschnittenen Reifen und einer zerschlagenen Frontscheibe - er hatte einen Schädelbruch und war durch mehrere Messerstiche an Beinen und Gesäß verletzt worden.

Zudem wurden in Nähe des Tatorts Patronenhülsen gefunden. Zeugen hatten der Polizei zuvor per Notruf von einem heftigen Streit berichtet.

(top/csr)
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