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Prozess in Köln
Rapper Xatar ohne Führerschein im SUV gerast

Rapper Xatar vor dem Kölner Amtsgericht
Der Kölner Rapper Xatar. FOTO: dpa, pdz sup
Köln. Der Rapper Xatar, der zuletzt im Zusammenhang mit dem Kölner "Rapper-Krieg" in die Schlagzeilen geriet, musste am Dienstag auf die Anklagebank des Amtsgerichts: Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Von Claudia Hauser, Köln

Der Rapper kam in Joggingklamotten und mit Baseball-Kappe zum Prozess. Der 34-Jährige war immer wieder zu schnell unterwegs mit seinem weißen Mercedes SUV – ohne gültigen Führerschein. Am 10. November vergangenen Jahres wurde er auf der A46 geblitzt. Statt der erlaubten 70 Stundenkilometer war er mit 145 Sachen unterwegs. "Ist scheiße gelaufen", so seine Erklärung vor Gericht. Das kann man so sagen, zumal er noch ein zweites Mal in eine Radarfalle geriet.

Der Bonner Musiker hatte keinen Führerschein mehr, seit er wegen Goldraubs vor dem Stuttgarter Landgericht zu einer achtjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden war. Er konnte nach den Geschwindigkeitskontrollen zwar eine englische Fahrerlaubnis vorweisen, die war aber mittlerweile nicht mehr gültig.

Am Ende wurde es ein kurzer Prozess. Der Vorsitzende Richter stellte das Verfahren gegen Zahlung von 1000 Euro ein. Xatar hatte behauptet, nicht gewusst zu haben, dass die englische Lizenz ungültig ist. Inzwischen lässt er sich durch die Gegend chauffieren. Dem Vorsitzenden hatte er ein Fax geschickt, dass er wegen Dreharbeiten nicht zur Verhandlung erscheinen könne – er kam dann aber doch.

Xatar wurde im August nach einer Schießerei im Belgischen Viertel mit einem Schwerverletzten per internationalem Haftbefehl gesucht. Er stellte sich und wurde gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen gegen mehrere Beschuldigte wegen versuchten Totschlags in der Sache laufen noch. 

 

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