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Düsseldorf
Tipps für Kölner zum Rosensonntagszug

Fotos: Das sagen die Jecken zum abgesagten Zoch
Fotos: Das sagen die Jecken zum abgesagten Zoch FOTO: Sabine Kricke
Düsseldorf. Mehrere Tausend Kölner wollen am Sonntag in die Landeshauptstadt kommen und mit den Düsseldorfern den nachgeholten Rosenmontagszug feiern. Aber wie kommt man am besten hin? Wo ist der beste Platz zum Gucken? Und feiern die Düsseldorfer nach dem Zoch überhaupt noch weiter? Die wichtigsten Tipps für Karnevalsgäste.  Von Merle Sievers

Lange mussten die Düsseldorfer warten, jetzt steht endlich der Rosensonntag vor der Tür. Für die Jecken aus der Nachbarstadt Köln die Gelegenheit schlechthin, auch nach Ende ihrer offiziellen Session noch mal das Kostüm rauszuholen und in den Frühling zu schunkeln. Damit die Kölner (und auch alle anderen Karnevalsgäste) sich in der fremden Stadt zurechtfinden, hier die wichtigsten Fakten zum Rosensonntag in Düsseldorf. 

Anreise

Zwar kennen Kölner sich bestens in Sachen Verkehrschaos aus, doch in der Düsseldorfer Innenstadt einen Parkplatz zu finden, ist immer eine Herkulesaufgabe - und am Sonntag besonders. Am Weg gilt absolutes Halteverbot. Falschparker werden rigoros abgeschleppt. Daher empfehlen wir dringend die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Am besten mit den üblichen Regionalzügen fahren, die Bahn setzt am Sonntag zusätzliche Züge ein, beispielsweise einen Regio-Express um 9.59 Uhr vom Kölner Hauptbahnhof aus. Ein Tipp für kölsche Jecken von der schnellen Sorte: Noch gibt es Sparangebote im Netz! Für 12,50 Euro geht's in 20 Minuten mit dem IC nach Düsseldorf. 

Weg zum Zug

Wer am Hauptbahnhof ankommt, fährt am besten mit einer der vielen U-Bahnlinien (alle außer die 707) zur Heinrich-Heine-Allee. Die Bahnen fahren von 8 bis 17.30 Uhr im Zehn-Minuten-Takt. Alternativ kann man die Strecke auch gut laufen: Der Fußmarsch über die Bismarckstraße und die Blumenstraße dauert etwa 20 Minuten. Im Zweifel einfach immer der Masse hinterher, wie im Kölner Karneval auch. Je weiter sich die Jecken Richtung Rhein bewegen, desto unübersehbarer (und unüberhörbarer) wird der Zoch. 

Zugweg

Bereits um 11.30 Uhr und somit eine Stunde früher als üblich startet der Zug an der Cecilienallee. Von dort zieht er durch die Altstadt, vorbei am Rathaus zu Carlsplatz, Bilker Straße und Schwanenmarkt, über Hohe Straße und Breite Straße zur Kö, über die Friedrichstraße zum Bilker Bahnhof. Erste Straßensperrungen werden ab 7.30 Uhr eingerichtet. Die Aufhebung aller Verkehrssperrungen erfolgt von Norden in Richtung Süden. Ende wird gegen 18 Uhr sein.

Zugucken

Die besten Chancen auf einen guten Stehplatz hat man wohl beim Ratinger Tor. Hier geht der Zug los und man hat den besten Blick auf die berühmten Wagen von Wagenbauer Jaques Tilly. Wer es auf Kamelle abgesehen hat, sollte sich vor dem Rathaus positionieren. Hier stehen die Fernsehkameras bereit, da zeigen sich die Karnevalisten gerne besonders großzügig.

Fotos: Abgesagter Rosenmontagszug: Die Mottowagen FOTO: Ines Räpple

Partys davor und danach

Schon am Vorabend gibt es in der "Schwankhalle" der Brauerei Schumacher an der Oststraße 123 ab 17.30 Uhr eine VorZugs-Party für Kostümierte; Kölner aufgepasst: Am Rosensonntag findet in der Nachtresidenz (Bahnstraße 9) ab etwa 17.30 Uhr die "Offizielle Kölsche After-Zoch-Party"  statt. Gefeiert werden kann auch in zahlreichen Kneipen in der Altstadt. Ab 13 Uhr öffnet das Rosenrot an der Ratinger Straße seine Türen und weist seine Gäste darauf hin: "Diesmal dürft ihr sogar eure Kölner Freunde mitbringen."

Was am Wochenende rund um den Zug sonst noch in Düsseldorf los ist, erfahren sie beim Szene-Portal "Tonight". 

Knigge für Kölner

Fast 5000 Jecken haben bei Facebook für die zugehörige Veranstaltung unter dem Motto "Mir kumme mit allemann vorbei" zugesagt, 15.000 weitere sind zumindest interessiert. Um das Zusammentreffen zwischen Kölnern und Düsseldorfern möglichst sozialverträglich zu gestalten, haben wir hier ein paar Verhaltenstipps für einen reibungslosen Einstieg in den Düsseldorfer Karneval zusammengetragen. 

Polizei und Sicherheit

In der Wache, die an der Ecke Marktstraße/ Burgplatz in einem Rathausflügel untergebracht ist, besteht die Möglichkeit, Straftaten anzuzeigen. Bei der Premiere war sie nicht übermäßig frequentiert – die meisten Anzeigen wurden in der Altstadtwache erstattet –, aber die Polizei will das zusätzliche Stück Sicherheitsgefühl nicht sofort wieder streichen. Deshalb wird auch die Freitreppe von der Polizei beleuchtet, und Beamte werden mit mobilen Kameras unterwegs sein. 

Für Frauen, die Opfer sexueller oder anderer gewaltsamer Übergriffe geworden sind, ist erneut ein "Security Point" im Jonges-Haus, Mertensgasse 1 (von 12 bis 24 Uhr) eingerichtet. Er ist Teil des Sicherheitskonzepts, das den besonderen Bedingungen des Rosensonntags angepasst wurde. Betroffene können sich auch telefonisch dort unter 0157/70075415 melden.

Rückreise

Auch für den Rückweg setzt die Deutsche Bahn zusätzliche Züge ein. Ab 15 Uhr fährt vom Hauptbahnhof alle 20 Minuten ein Regionalexpress in Richtung Domstadt. 

(isf/sg/jaw/dr)
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