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Silvester-Übergriffe in Köln
Polizei nimmt zwei Männer nach Foto-Fahndung fest

Fotos: Polizei fahndet mit Bildern nach Silvester-Tätern
Fotos: Polizei fahndet mit Bildern nach Silvester-Tätern FOTO: dpa
Köln. Nachdem die Polizei am Dienstag Fahndungsfotos zu den Übergriffen aus der Silvesternacht in Köln veröffentlich hat, sind jetzt zwei Tatverdächtige festgenommen worden. Einer befindet sich inzwischen in U-Haft.  Von Christina Rentmeister

Das bestätigten Polizei und Staatsanwaltschaft Köln unserer Redaktion. Die festgenommenen Männer seien 26 und 31 Jahre alt. Der 26-Jährige wurde am Dienstag in Kerpen festgenommen. Er wurde noch am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt und befindet sich in U-Haft.

Der 31-jährige Mann meldete sich am Dienstagabend bei der Polizei in Hamm. Dort gab er an, auf den Fahndungsbildern abgebildet zu sein. Auch er wurde vorläufig festgenommen und wird weiter von der Ermittlungsgruppe "Neujahr" vernommen. Genaue Angaben zum Verbleib des 31-Jährigen könnten aber erst am Donnerstag gemacht werden, so die Polizei. 

Fotos teilweise von Opfern selbst gemacht

In der Silvesternacht hatten mehrere Männer mit fast ausschließlich nordafrikanischer Herkunft Hunderte Frauen und Jugendliche im Kölner Bahnhofsbereich sexuell belästigt und beraubt. Die Ermittlungsgruppe "Neujahr" hatte am Dienstag erstmals mehrere Fotos von Tatverdächtigen veröffentlicht.

Nach Angaben der Polizei seien die Fotos teilweise von den Opfern selbst aufgenommen worden. Zudem hätten Zeugen einige Tatverdächtige fotografiert. Nach bisherigen Ermittlungen umzingelten die Abgebildeten in einem Fall ihre Opfer und belästigten sie sexuell, berichtet die Polizei. Außerdem versuchten sie, die Opfer zu bestehlen.

Am Mittwoch hat die Polizei weitere Fahndungsbilder veröffentlicht, mit denen sie nach zwei Männern sucht, die in der Silvesternacht auf dem Bahnhofsvorplatz mit einer Waffe in die Luft geschossen haben.

Die Polizei bittet auch weiterhin Zeugen, die die Männer auf den Fotos erkennen oder wissen, wo sie sich aufhalten, sich unter der Telefonnummer 0221/229-0 zu melden oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de zu wenden. 

 

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