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Silvester-Übergriffe am Hauptbahnhof
Köln - weiterer Verdächtiger stellt sich

Fotos: Polizei fahndet mit Bildern nach Silvester-Tätern
Fotos: Polizei fahndet mit Bildern nach Silvester-Tätern FOTO: dpa
Köln. Seit die Kölner Polizei mit Bildern nach den mutmaßlichen Tätern der Übergriffe in der Silvesternacht fahndet, konnten einige der Gesuchten ausfindig gemacht werden. Jetzt hat sich ein weiterer Tatverdächtiger gestellt.

Aufgrund der umfangreichen Medienberichterstattung hat sich am Donnerstagabend ein weiterer Beschuldigter in Werl bei Soest bei der Polizei gemeldet.

Der 20-Jährige erschien im Beisein seines Vaters auf der Wache und gab an, einer der Gesuchten zu sein. Die Polizei nahm den Iraker fest. Er ist nach Köln überstellt worden. Die Ermittlungen dauern an.

Bereits am Mittwochabend war ein 16-Jähriger zusammen mit seinem Onkel auf einer Wache in Hannover erschienen, teilten die Ermittler mit. Er habe angegeben, einer der Gesuchten zu sein. Man sei sich sicher, dass es sich um einen der Abgebildeten von den Fotos handele, sagte eine Polizeisprecherin. Der 16-Jährige sei vernommen und danach wieder entlassen worden.

Nach der Veröffentlichung von fünf Fahndungsfotos am Dienstag haben die Ermittler damit nun vier Verdächtige ausfindig gemacht. Drei stellten sich selbst, einen weiteren konnten die Beamten nach Hinweisen aus der Bevölkerung festnehmen. Gegen ihn wurde zudem Untersuchungshaft angeordnet.

Die Ermittler hatten sich erstmals entschlossen, Bilder von möglichen Tätern aus der Silvesternacht publik zu machen.

Im und am Kölner Hauptbahnhof hatte es zum Jahreswechsel massenweise Straftaten gegeben. Männergruppen - nach Angaben von Zeugen vor allem nordafrikanischer oder arabischer Herkunft - hatten Frauen umzingelt, sexuell bedrängt und bestohlen. Die Staatsanwaltschaft hat bereits mehr als 100 Beschuldigte identifiziert.

(ots)