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Nach Übergriffen in Köln
Kirche reagiert verhalten auf Pläne für Silvesterfest in Köln

Übergriffe in Köln: Kirche reagiert verhalten auf Pläne für Silvesterfest
Zum Jahreswechsel 2016/2017 könnte es auf der Kölner Domplatte eine große Silvesterparty geben. FOTO: vvoe/shutterstock.com
Köln. Die katholische Kirche reagiert verhalten auf die neuesten Pläne für ein friedliches Silvesterfest rund um den Kölner Dom. Der Kölner Dom- und Stadtdechant Robert Kleine begrüßte die Idee, rund um den Hauptbahnhof mit einer eigens organisierten Veranstaltung ein Zeichen zu setzen.

Kritisch sieht er aber das Vorhaben, auf sämtlichen Plätzen in Domnähe, insbesondere auf dem Roncalliplatz direkt neben dem Dom, eine Art Silvester-Kirmes zu etablieren. Dies wäre "ein bisschen zu viel des Guten", sagte Kleine.

Bislang seien die Plätze an Silvester nicht kommerziell genutzt worden. Die Stadt müsse prüfen, ob die Pläne mit dem Platzkonzept kompatibel seien. Ein Programm auf dem Roncalliplatz von nachmittags bis nachts um drei Uhr müsste auf jeden Fall Rücksicht nehmen auf den abendlichen Gottesdienst zum Jahresabschluss im Dom, sagte der Domdechant und erinnerte zugleich an den Beschuss des Domes mit Silvesterraketen im vergangenen Jahr.

Die Ereignisse rund um die Silvesternacht in Köln FOTO: dpa, obe kno

Kleine wandte sich auch gegen eine Illumination des Domes zu Silvester. An das Domkapitel werde zu unterschiedlichsten Anlässen immer wieder dieser Wunsch angetragen. Der Dom sei aber keine Litfaßsäule. Deshalb habe das Domkapitel beschlossen, nur noch aus Eigeninitiative den Dom zu beleuchten.

Nach den Silvesterübergriffen beim letzten Jahreswechsel in Köln will der Eventmanager Stephan Gorol mit einem Fest rund um den Dom am 31. Dezember für ein friedlichen Zusammenleben werben. Die Stadt habe sich offen gezeigt für die Feier mit dem Titel "Zusammen neu beginnen - Willkommen 2017", berichtete die "Kölnische Rundschau" (Freitag).

Auf mehreren Bühnen sollen demnach Kölner Bands auftreten sowie Lichtinstallationen die Domumgebung in Szene setzen. Zudem sollten Prominente die "Kölner Botschaft" verlesen, einen Text des Trägers des Friedenspreises des deutschen Buchhandels, Navid Kermani. Laut Konzept werden auf dem Bahnhofsvorplatz auf einer Leinwand die Feiern aus aller Welt und Konzerte zu sehen sein. Der Kölner Stadtdirektor Guido Kahlen sagte der Zeitung, das Konzept müsse nun mit Polizei, Feuerwehr und Ordnungsdienst geprüft werden.

 

(KNA)
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