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Köln
"Versuche, mit meiner Musik Verantwortung zu übernehmen"

Köln. Der Berliner Rapper Megaloh kommt mit seinem neuen Album "Regenmacher" vom 1. bis 3. Juli zum Summerjam. Von Stephan Eppinger

Der Regenmacher trägt die Hoffnung in sich. Er kann Menschen Glück bringen. Blüte in Zeiten der Dürre, neues Leben, wo lange keines war. Er weiß, dass er scheitern kann und dass er gerade deshalb den Glauben an seinen Erfolg aufrecht erhalten muss. "Es ist mein Anspruch an meine Musik, erfolgreich zu sein und den Regen zu bringen. Das gilt als Versprechen für meine Fans, aber auch für den Musiker, der seine Familie versorgen muss. Außerdem bildet der Begriff des Regenmachers eine Brücke zu einem anderen Kulturkreis, in dem meine Wurzeln liegen. Insofern hat der Titel gut für mein Album gepasst", sagt der Berliner Rapper Megaloh, dessen Mutter während des Biafra-Krieges aus Nigeria fliehen musste.

Mit "Regenmacher" setzt der Berliner Rapper nach "Endlich Unendlich" seine Erfolgsgeschichte fort. "Ich habe meine Chance genutzt und sehr viel Zeit und Arbeit in das neue Album investiert", sagt Megaloh, der vom 1. bis 3. Juli zum Summerjam nach Köln kommt und am 7. Oktober im Club Bahnhof Ehrenfeld auf der Bühne stehen wird. Fortgesetzt hat Megaloh auch die Zusammenarbeit mit Max Herre: "Er ist zu meinem musikalischen Mentor geworden. Ohne ihn würde ich heute vermutlich keine Musik mehr machen. Ich habe sehr viel bei ihm gelernt und bin in der Zusammenarbeit mit ihm gewachsen."

Zu den Themen, die Megaloh für das neue Album beschäftigt haben, gehört auch die aktuelle Situation der Flüchtlinge in Europa. "Meine Mutter redet nicht viel darüber, was damals passiert ist. Aber es war eine chaotische Flucht, sie musste Hals über Kopf Nigeria verlassen." Der Rapper kritisiert, dass in der Berichterstattung kaum etwas über die Einzelschicksale der Flüchtlinge bekannt wird, und dass nicht genug getan wird, um gegen die Vorurteile anzukämpfen. "Da ist es wichtig, dass Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, Verantwortung übernehmen. Das versuche ich auch mit meiner Musik zu tun."

Auf Köln freut sich Megaloh besonders. "Da habe ich gute Erfahrungen gemacht. Die Leute sind entspannt und offen. Im Vergleich mit Berlin ist Köln das freundliche Berlin", sagt der Rapper, der in Köln auch bei der Release-Tour für sein neues Album Station gemacht hatte.

Quelle: RP
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