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Köln
Von Preußen und von Kölner Rittern

Köln. Bei der siebten Auflage der Festungstage stehen heute und morgen die Grünanlagen der Stadt im Mittelpunkt. Morgen gibt es zudem den "Tag der Forts", an dem preußische Festungsanlagen besichtigt werden können. Von Stephan Eppinger

Etwas lauter könnte es werden, wenn sich heute Mittag gegen 14 Uhr vor der Eigelsteinburg die preußische Offiziere auf die Kölner Ritter zum angeregten Streitgespräch treffen. Diese Begegnung ist Teil des umfangreichen Programms der "Kölner Festungstage", die heute und morgen schon zum siebten Mal stattfinden. Bereits ab 12 Uhr erklären die Freien Ritter zu Köln an der mittelalterlichen Torburg ihre Tätigkeit und ihre Ausrüstung. Morgen ziehen die Vereinsmitglieder zum preußischen Fort I im Friedenspark in der Südstadt. Dort sind die Ritterdarsteller von 11 bis 17 Uhr zu Gast.

Insgesamt 24 Veranstaltungen werden vom Verein Fortis Colonia angeboten. Der Fokus liegt dabei auf den "Kölner Befestigungen und städtisches Grün". Dabei spannt man den zeitlichen Rahmen von den Römern über das Mittelalter bis zu den Preußen.

Viele Entwicklungen von damals prägen bis heute die Geschichte der Stadt. Das gilt beispielsweise für die halbmondartig angelegte Stadtmauer im Mittelalter, von der die Torburgen, die Geronsmühle am Hansaplatz, der Graben mit der Stadtmauer am Sachsenring oder die Ulrepforte noch erhalten sind. Aus der Antike gibt es zum Beispiel den Römerturm unweit des Bahnhofs, von der Preußenzeit sind noch insgesamt 16 Forts vorhanden.

Hier ist eine kleine Auswahl der Führungen. Sie sind alle kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig. Eine Führung bringt die die Besucher mit Ulrich Markert heute um 12 Uhr zu den Grünanlagen am römischen Stadtmauerturm (Helenenturm) an der Ecke St. Apern-/Helenenstraße. Abschluss des Rundgangs sind der Römerturm und der Keller an der Straße Am Römerturm mit Resten der römischen Stadtmauer. Heute um 16 Uhr wird die 1700-jährige Stadtgeschichte der Schäl Sick von Thomas-Georg Tremblau erzählt. Er berichtet über die archäologischen Funde am Rheinboulevard in Deutz. Treffpunkt: Kirche Alt Sankt Heribert, Urbanstraße 1.

Morgen trifft sich Henriette Meynen mit Interessierten um 13 Uhr an der Ecke Theodor-Heuss-Ring/Sedanstraße. Bei dem Spaziergang durch die Grünanlage bis zum Ebertplatz erläutert sie deren Geschichte und Gestaltung. Bei einem Rundgang durch den Volksgarten erfahren die Teilnehmer ab 14 von Helmut Lüssen vieles über die Geschichte und Gestaltungselemente des 1888 angelegten Parks. Treffpunkt ist der Eifelplatz.

Vor 13 Jahren gab es in Köln den ersten "Tag der Forts" - inzwischen öffnen in ganz Europa alte Festungsanlagen ihre Pforten für interessierte Besucher. Morgen wird das auch am Rhein wieder der Fall sein.

Führungen durch die Anlagen gibt es zu verschiedenen Zeiten, so um 13 Uhr im Fort IV und um 16 Uhr in der Lünette im Volksgarten. Um 12 Uhr gibt es eine Wanderung entlang der ehemaligen Stadtumwallung, Treffpunkt ist die Wiese am Vorgebirgswall/Ecke Vorgebirgsstraße. Geöffnet hat auch das Fort X am Neusser Wall 33 und zwar für eine Führung um 12.15 Uhr. Führungen im Festungsmuseum im Zwischenwerk VIIIb, Konrad-Adenauer-/Ecke Militärringstraße gibt es von 10 bis 18 Uhr zu jeder vollen Stunde.

Weitere Führungen gibt es morgen Nachmittag 14 Uhr Zwischenwerk Va (Freiluga), Bevederestraße 151, 11 Uhr Fort VI, Eichenkreuz-Sportanlage 1 in Lindenthal; 12 Uhr Wanderung Griel (vom Geißbockheim zu Fort VI); 12.30, 14 und 15.30 Uhr Fort IX, Porzer Ringstraße 48 in Westhoven; 11 Uhr Fort XI, Piccoloministraße 1 in Buchheim und 10 Uhr Zwischwerk XI b, Cottbuser/Berliner Straße in Mülheim.

Quelle: RP
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