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Korschenbroich
1,4 Millionen Euro für zwei Wohnheime bewilligt

Korschenbroich. Für 1,4 Millionen Euro wird jetzt in Pesch und in Kleinenbroich jeweils ein weiteres Übergangswohnheim für Flüchtlinge gebaut. Damit die Stadt die Projekte "Weißer Weg" und "Schiefbahner Straße" zeitnah realisieren kann, hat sich der Stadtrat für eine überplanmäßige Auszahlung ausgesprochen. Der Ratsbeschluss wurde einstimmig gefasst. Von Ruth Wiedner

Bürgermeister Heinz Josef Dick, merkte in der Sitzung dazu schon fast entschuldigend an: "Das sind Dinge, die wir in der Verwaltung nicht planen können. Die bisher vorhandenen und bereits geplanten Unterbringungsmöglichkeiten reichen aufgrund der weiter zunehmenden Flüchtlingszahlen nicht aus." Auch er hatte längst nicht mit der aktuellen Entwicklung gerechtet. Im Januar lautete seine Progose für 2015 noch: "Ich rechne bis zum Jahresende mit 300 Asylbewerbern." Doch Dicks Schätzungen haben sich überholt. Fast 300 Menschen aus den weltweiten Krisen- und Kriegsgebieten suchen mittlerweile schon jetzt Zuflucht in Korschenbroich. "Die derzeit kontinuierliche Zuweisung von Flüchtlingen macht das schnelle Handeln von Politik und Verwaltung erforderlich", erklärte Dick in den zurückliegenden Wochen immer wieder. Für den Kleinenbroicher Standort Schiefbahner Straße sollen bereits erste Vorbereitungen für eine weitere Unterkunft getroffen werden. Die Verwaltung will für den Bedarfsfall gerüstet sein. Der Kostenrahmen für diese Maßnahme wird zurzeit mit 675 000 Euro kalkuliert. Nach Fertigstellungen bietet der Standort Schiefbahner Straße Platz für insgesamt 98 Personen.

In Pesch gab es zeitweise eine Anlage mit acht Wohnungen für maximal 48 Personen. Sie wurde laut Verwaltung - im Jahre 2008 - abgerissen. Die Grundstückssituation lässt es somit zu, am Standort Weißer Weg erneut ein Übergangswohnheim zu errichten. Bei Bedarf ist es am Pescher Standort auch möglich, einen zweiten Wohncontainer - ähnlich wie jetzt an der Rheydter Straße in Neersbroich - zu errichten. Die Kosten für die aktuelle Maßnahme in Pesch gibt die Stadt mit 725 000 Euro an.

Quelle: NGZ
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