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Korschenbroich
19,6 Hektar werden zum neuen Baugebiet

Korschenbroich: 19,6 Hektar werden zum neuen Baugebiet
Sie sind vom Bauvorhaben Korschenbroich-West überzeugt: der Beigeordnete Georg Onkelbach (l.) und sein Stadtplaner Dieter Hoffmans. Gestern Abend hat die Politik das Vorhaben zur Beratung in die Fraktionen verwiesen. FOTO: I. Raupold
Korschenbroich. Noch wird alles vorbereitet: Der städtebauliche Vertrag ist noch nicht unterzeichnet, der Bebauungsplan noch nicht auf den Weg gebracht. Fakt ist aber: Im Baugebiet Korschenbroich-West sollen bis zu 500 Wohnungen errichtet werden. Von Ruth Wiedner

Neu sind die Planungen für Korschenbroich-West nicht - sie wurden erstmals im Jahr 2007 von Politik und Verwaltung thematisiert. Jetzt wird das Mega-Projekt an der Stadtgrenze zu Mönchengladbach allerdings konkret. In zwei großen Schritten sollen dort bis zu 500 Wohnungen für rund 1000 Bürger realisiert werden.

"Das städtebauliche Konzept, das als Grundlage für den späteren Bebauungsplan dienen soll, könnte schon im Frühsommer unterschrieben werden", erklärt Georg Onkelbach gegenüber unserer Redaktion. Der Technische Beigeordnete stellte das modifizierte Konzept gestern Abend auch im Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung vor. Die Politik war sich einig: Das Thema wurde zur Beratung in die Fraktionen verwiesen.

Grundlage der Planung ist ein Konzept, das bereits im Jahre 2009 vom damaligen Stadtrat beschlossen wurde. Im vergangenen März wurde der Rat erneut befragt. Schließlich wollte die Verwaltung sich der Zustimmung aus der Politik ganz sicher sein.

Seither befassen sich die Stadtplaner mit dem Vorhaben. Amtsleiter Dieter Hoffmans kann es kaum erwarten, endlich durchstarten zu können. Doch bis dahin ist noch eine Wegstrecke zurückzulegen. Das 19,6 Hektar große Areal soll in zwei Schritten realisiert werden. Zunächst soll der südliche Teil umgesetzt werden - er stößt in Teilen an die Gilleshütte und an die L 31. Ein Investor hat bereits große Flächen des Plangebietes aufgekauft. Onkelbach geht von rund neun Hektar aus. Da im Vorfeld alle Grundstückseigentümer ihre Verkaufsbereitschaft signalisiert hatten, müssten nach seinen Einschätzungen bis zum Frühjahr alle Grundstücksverkäufe mit dem Investor abgeschlossen sein. Dann erst kann der städtebauliche Vertrag geschlossen werden. "Nach dem Vertragsabschluss können wir das Gebiet weiterentwickeln", spricht Hoffmans die Vorgehensweise an.

Ob sich der Investor nach den abgeschlossenen Grundstückskäufen künftig nur auf sein Kerngeschäft Tiefbau beschränken wird, wollten Onkelbach und Hoffmans gestern nicht bestätigten. Wer allerdings ein kunterbuntes oder auch ein ausgesprochen langweiliges Wohngebiet fürchtet, der ist auf dem Holzweg. Das Areal wird in sechs Erschließungsriegel unterteilt. "Uns ist eine möglichst große Vielfalt wichtig", betonte Onkelbach im Gespräch mit unserer Redaktion. Dabei erinnerte er an die Ideen von Ratsmitglied Raymond Opszalski, die es umzusetzen gelte. Der Neersbroicher CDU-Politiker hatte bereits im Januar 2013 für altengerechte, barrierefreie Wohnformen geworben: "Das neue Baugebiet wäre geradezu ideal für ein solches Vorhaben und wäre zudem für die Stadt dauerhaft ein Gewinn."

Während ausschließlich ein- bis eineinhalb geschossige Häuser angedacht sind, sollen entlang der L 31 mindestens fünf dreigeschossige Wohnblöcke entstehen, um den Bedarf auf dem Wohnungsmarkt zu decken.

Georg Onkelbach spricht von einem Wohngebiet in "toller Lage", der Nähe zur Natur und zum Ortskern. Damit das so bleibt, betonte er: "Wir werden als Stadt auf jeden Fall Nutzung und Optik konkret vorgeben."

Quelle: NGZ
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