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Korschenbroich
61 Trier-Pilger sind seit gestern Morgen unterwegs

Korschenbroich. Zum großen Glockengeläut versammelten sich gestern die Trier-Pilger in der St. Andreas-Kirche. Präses Professor Aloys Buch feierte den Abschiedsgottesdienst in der sprichwörtlichen Herrgottsfrühe um 4.45 Uhr, ehe sich 61 Gläubige auf den Weg zum Apostelgrab machten. Als jüngste Pilgerin trug Melanie Venten, Ehefrau des Bürgermeisters, für die erste Wegstrecke das Pilgerkreuz. In früheren Jahren legten die Pilger in der Gaststätte Deuss eine kleine Rast für ein Frühstück ein. Das musste dieses Mal ausfallen.

Am Montag werden sie in Trier eintreffen und dort zwei Tage später nach einem Abschiedsgottesdienst den Heimweg antreten. Im Pescher Pfarrzentrum wird Florian Otten die Pilger mit frischem Kuchen erwarten, ehe sie von den Andreas-Messdienern zur Eucharistiefeier in der Heimatgemeinde abgeholt werden. Lothar Zerbe, Vorsitzender der Matthias-Bruderschaft, freut sich auf den festlichen Gottesdienst. Er ist jetzt zum 36. Mal dabei, für Ehefrau Heide ist es der 29. Fußmarsch zum Apostelgrab.

"Das Besondere ist die Gemeinschaft, die sich bildet, wenn man vier Tage lang zwölf Stunden am Stück nebeneinander durch Feld und Wiesen geht und zu intensiven Gesprächen findet. Das findet man so im Alltag nicht", erzählt Zerbe. Er weiß, dass Erstpilger im Vorfeld meist nervös sind. Zugleich hat er beobachtet, dass die wenigsten nur ein einziges Mal pilgern. Den acht Erstpilgern in diesem Jahr gibt er mit auf den Weg: "Für alles ist gesorgt. Ihr müsst nur laufen, schlafen, essen und natürlich beten." Und im Notfall kann eines von vier begleitenden Autos genutzt werden.

(anw)
 
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