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Korschenbroich
834 Gymnasiasten feiern ihre Schule

Korschenbroich: 834 Gymnasiasten feiern ihre Schule
Weg von der klassischen Tafel und hin zum interaktiven Whiteboard: Schulleiter Uwe Roscheck lässt zum Festakt vier Jahrzehnte Schulgeschichte und die vielen Veränderungen Revue passieren. Gefeiert wird am 24. September. FOTO: D. Ilgner
Korschenbroich. Seit 40 Jahren gibt es ein Gymnasium in Korschenbroich: Gefeiert wird am 24. September. Einlasskarten gibt es ab sofort. Von Marion Lisken-Pruss

Was tun, wenn der Biologie-Unterricht in verschiedenen Klassenräumen stattfindet, die über den halben Ort verteilt sind? Für die Bio-Lehrerin Dr. Beinker war das keine Frage: Sie schleppte das lebensgroße Skelett quer durch Korschenbroich von Klassenraum zu Klassenraum, um den Schülern einen anschaulichen Unterricht zu ermöglichen. Das war in den Anfangsjahren des Korschenbroicher Gymnasiums (GyKo).

Denn als das GyKo vor 40 Jahren am 30. August 1976 mit Schulleiter Meinulf Barbers an den Start ging, gab es noch kein eigenes Schulgebäude. Die vier fünften Klassen waren anfangs in der früheren Evangelischen Volksschule untergebracht. Ein Jahr später kamen Räume in der Adolf-Kolping-Straße, in der Alten Schule und sogar im Keller des Schwimmbads hinzu, wo die mittlerweile 301 Schüler von zwölf hauptamtlichen Lehrern unterrichtet wurden. Heute zählt das GyKo 63 Lehrer und 834 Schüler.

An die Anfangsjahre kann sich Sylvia Gaus-Hörner (64) noch gut erinnern. Sie gehört mit Hans Grundmann zu den Kollegen, die fast von Anfang an dabei sind. "Die Situation im Schwimmbad war untragbar, so dass die Schüler einen Protest organisiert haben", erzählt sie. Erst mit Beginn des Schuljahres 1980/81 bezogen die Schüler das heutige Gebäude. Weil sich die Anforderungen im Laufe der Jahre geändert haben, wurde es den Bedürfnissen angepasst: Zuletzt mit dem Erweiterungsbau der Mensa mit einer modernen Großküche und Platz für über 90 Schüler.

Bis 1976 fuhren die Korschenbroicher Gymnasiasten nach Neuss und Gladbach zur Schule. Und so betont Schulleiter Uwe Roscheck, dass das GyKo heute das Gymnasium für alle Korschenbroicher Ortsteile sei. Mit einem Jubiläumsakt blickt die Schule am 24. September auf 40 Schuljahre zurück. Auf dem Programm stehen eine Ansprache der ersten Schülersprecherin Sabine Mistler (geborene Scheffler) sowie die Uraufführung des GyKo-Liedes, das der ehemalige Schüler Michael Singendonk komponiert hat. Auch das Schulleben und das Schulprofil haben sich in 40 Jahren gewandelt: Mit der Umstellung auf G8 und das Langstundenmodell, wonach eine Schulstunde 67,5 Minuten dauert; dem offenen Ganztag; mit Austauschprogrammen mit Frankreich, Ungarn und Alaska; der Kooperation mit der FOM Hochschule in Neuss sowie der erfolgreichen Teilnahme an bundesweiten Physik- und Mathematik-Olympiaden.

Die letzten 40 Jahre spiegeln auch einen gesellschaftlichen Wandel wider. "Die Eltern werden kritischer, weil das Abitur einen höheren Stellenwert einnimmt", sagt Sylvia Gaus-Hörner. Uwe Roscheck hebt noch einen weiteren Aspekt hervor: "Die erzieherische Herausforderung nimmt zu und bindet immer mehr Zeit im Unterricht." Sein Blick richtet sich in die Zukunft: "Jetzt gilt es, die mediale Herausforderung zu meistern von der klassischen Tafel hin zum interaktiven Whiteboard."

Quelle: NGZ
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