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Korschenbroich
Äpfel aus Stein, Metall und als Fotografie

Korschenbroich. Malerin Christiana Schwarz und Bildhauer Manfred Mangold stellen im Kunsthaus "DreHo" aus.

"Der Apfel fällt nicht weit vom Stein" - heißt die Ausstellung in Anspielung auf ein beliebtes Sprichwort im Kunsthaus "DreHo". Der Name macht Sinn, schließlich spielt der Apfel bei den jüngsten Arbeiten von Christiana Schwarz eine zentrale Rolle. Und Manfred Mangold zeigt neueste Arbeiten - wie immer in Stein.

Gabriela Drees-Holz stellte ihre Räume in Liedberger Traumlage seit kurzem auch anderen Künstlern zu Ausstellungszwecken zur Verfügung. Wer stellt wo aus? Diese Frage stellte sich nicht: Die Steinskulpturen stehen draußen, während Christiana Schwarz ihre Werke unter Dach und Fach gebracht hat. Die Auseinandersetzung mit der Kulturgeschichte des Apfels habe zu einer kleinen Werkgruppe geführt. Fotografie, aber auch Malerei sind die künstlerischen Ausdrucksformen. Da ist zum Beispiel ein großformatiges Bild mit Äpfeln, groß wie Kürbisse. Diese Ölmalerei ist transparent, sie verdeckt nicht die Fotos von Bildfragmenten von der Antike bis hin zur Gegenwart, die zeigen, wie alt der Apfel ist und welche Rollen er in der Geschichte gespielt hat.

Die Paradiesfrucht taucht an anderer Stelle in ganz anderem Zusammenhang auf. Es hat einst rund 1400 Apfelsorten gegeben, aber diese war bestimmt nicht dabei: Christiana Schwarz zeigt eine Fotoserie. Am Anfang steht ein Apfel in Blau wie aus Metall. Die Frucht löst sich immer mehr auf, es bleiben lediglich Farbflächen übrig. Der Korschenbroicher Bildhauer Manfred Mangold zeigt ebenfalls einen Apfel - aus Liedberger Sandstein. Der Stengel wurde aus Diabas gearbeitet. Der Mangold-Apfel ist eine geschliffene Frucht ohne Makel. Eine Stele aus belgischem Granit steht für die Kombination von Geradlinigkeit und Schwingung. Bei einem Torso hat Mangold den Bearbeitungsprozess bewusst erkennbar gelassen. "Die Pressung" heißt eine Arbeit, die die Nöte eines Menschen widerspiegeln. Steine sind in ein Gerüst gespannt worden und haben sich dabei so verformt, als würde es sich um Schwämme handeln. Das Exponat erinnert an ein Folterinstrument und zeigt symbolisch anhand der Steine, welchem Druck Menschen ausgesetzt sein können.

Info Die Ausstellung ist bis zum 5. Juni geöffnet und dann nochmals am 18. und 19. Juni - samstags von 12 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr.

(barni)
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