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Korschenbroich
Sagen Sie mal, Albert Richter ... Kandidaten zur Sache

Albert Richter ... Kandidaten zur Sache
Er will für die SPD der neue hauptamtliche Bürgermeister werden: Albert Richter (62). FOTO: Ilgner Detlef
Korschenbroich. Marc Venten (CDU) und Albert Richter (SPD) kandidieren für das Bürgermeisteramt. Hier sind die Antworten auf fünf zentrale Fragen. Von Ruth Wiedner

Wie und wo wollen Sie sparen, damit die Stadt Korschenbroich als freiwillige Stärkungspakt-Kommune bis 2018 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen kann?

Um unseren Haushalt zu konsolidieren, werden weitere Maßnahmen des Haushaltssanierungsplans (Reduzierung Personalkosten, Reduzierung freiwilliger Leistungen, Verschiebung von baulichen Maßnahmen etc.) durchgeführt. Wenn hierdurch der Haushaltsausgleich nicht möglich ist, werden erstens städtische Gebäude verkauft, zweitens     Sportanlagen an die Vereine (wenn gewünscht) übergeben, drittens     Spiel- und Bolzplätze dem Bedarf angepasst, viertens Neubaumaßnahmen – dies gilt nicht für Maßnahmen der Sicherheit und des Brandschutzes – gestrichen.

Wie wollen Sie das aktuelle Schulproblem lösen – Stichwort geplatzte Gesamtschul-Kooperation mit der Stadt Kaarst?

Wenn mit der Stadt Kaarst keine Kooperation mit der Gesamtschule am Teilstandort Korschenbroich für das kommende Jahr erreicht werden kann, wird ein normales Anmeldeverfahren aller Schulen in Korschenbroich durchgeführt. Wir sind leider dann nicht in der Lage, ein Gesamtschulangebot für das nächste Jahr machen zu können. Alle bisherigen Schulabschlüsse werden auch weiterhin in Korschenbroich angeboten.
Da Kaarst sich nicht eindeutig äußert, werde ich Planungen für eine eigene Gesamtschule zu einem späteren Zeitpunkt aufnehmen.

Wie reagieren Sie auf die neue Initiative der Sportvereine, die eine zentrale Leichtathletik-Anlage bis 2020 von der Stadt einfordert?

Privatinitiativen sind sehr zu unterstützen. Deutlich muss aber gesagt werden, das hier die Forderung nach einer Leichtathletik-Anlage, mit der gleichzeitigen Schaffung von Kunststoffrasenfeldern, verbunden ist. Dies muss genau – auch unter wirtschaftlichen Aspekten - geprüft werden und wohl überlegt sein. Trotzdem wird meines Einachtens vor 2020 keine Leichtathletik-Anlage fertig sein. Daher hat sich die Stadt Korschenbroich gemeinsam mit den Vereinen – auch finanziell – darum zu kümmern, das im Zeitraum bis 2025 eine Leichtathletik-Anlage fertig ist.

Welche Mobilitätskonzepte braucht die Stadt Korschenbroich für die Zukunft?

Wichtiger als neue Papierkonzepte zu erstellen, ist es, vorhandene Konzepte, etwa das Radwegekonzept Kleinenbroich, zu realisieren, damit unter anderem endlich ein zusammenhängendes Radverkehrsnetzes geschaffen wird. Weiterhin ist die Überprüfung der Verbindungen zur Verbesserung der Anbindung aller Ortsteile untereinander notwendig. Nur bei Unterstützung mit Fördermittel sind auch neue Anregungen – wie Carsharing und Elektromobilität – zu untersuchen. Für mich hat eine stadtverträgliche Lkw-Navigation Vorrang, damit der Lkw-Verkehr aus unseren Ortschaften herausgenommen wird.

Ihre Vision für den Korschenbroicher Ortskern …

... ist es, eine freundliche Flaniermeile mit attraktiven Treffpunkten für Jung und Alt zu schaffen. Es sollte keine Leerstände mehr geben, die Anbindung an das Hannen-Center und an den Matthias-Hoeren-Platz sollte endlich gelingen. Ausreichende zentrumsnahe Parkmöglichkeiten für Kunden und Besucher sind zu realisieren. Ich wünsche mir auch einen besseren Branchen-Mix für den Ortskern. Mir fehlen zum Beispiel noch ein Spielwarengeschäft und eine Tierhandlung. Zudem möchte ich mehr Bänke und Blumenkübel, die zur Verbesserung der Aufenthalts- und Flanierqualität beitragen.

(rp)
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