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Korschenbroich
"Anker" in drei Tagen wieder geöffnet

Korschenbroich: "Anker" in drei Tagen wieder geöffnet
Heute noch Baustelle - Sonntag Brauerei-Ausschank (v.l.): Michael Hollmann Stephan Pfaff, Christopfer Muthig und André Segin starten durch. FOTO: Ilgner
Korschenbroich. Nach einer dreimonatigen Umbauphase geht der vergrößerte "Anker" inklusive Glashaus am Sonntag in Betrieb. Die neue Gastronomie im historischen Ortskern verbindet Alt und Neu. Der Zeitplan wird für alle zu einer Herausforderung. Von Ruth Wiedner-Runo

Der Termin steht: Am Sonntag nimmt der "Anker" seinen Betrieb auf. Doch bis zur Wiedereröffnung haben Handwerker, Betreiber und Pächter noch eine Hercules-Aufgabe zu stemmen. Gestern waren Schreiner, Elektriker, Möbelpacker und Fensterputzer im Dauereinsatz. Doch die Uhr läuft. "Bis Samstag muss alles fertig sein", sagt Bolten-Chef Michael Hollmann. Auf das "Wie?" gibt es von ihm als Pächter keine konkrete Antwort, doch der geschäftstüchtige Unternehmer betont: "Wir schaffen das." Davon überzeugt sind auch Betreiber und Chefkoch André Segin und sein Geschäftsführer Stephan Pfaff.

Für Segin und sein Team heißt es am Freitag noch einmal den Turbo anwerfen: "Wir erwarten 13 Lieferungen." Und die Ware will ebenso verstaut werden, wie das Inventar. "Wir fangen schließlich ganz bei Null an", sagt Pfaff und ergänzt: "Wir brauchen erst einmal alles, angefangen vom Öl, den Gewürzen bis hin zu den Servietten. Fürs Erste sind 2000 Gläser, 900 Teller, 1000 Bestecke geordert. Es werden für den Start am Sonntag 50 Bierfässer eingelagert, Weinregale aufgestellt und mit edlen Tropfen bestückt.

Vor drei Jahren hat Hollmann den historischen "Anker" gepachtet. Jetzt hat er seine Erweiterungsidee umgesetzt. Der Anker wurde mit dem angrenzenden Altbau inklusive dem modernen Glashaus verbunden. Dafür war allerdings eine Zwangspause unumgänglich. Die aufwendigen Umbauarbeiten haben gut drei Monate verschlungen, doch wie Hollmann findet: "Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen." Und Bolten-Verkaufsleiter Christopher Muthig ergänzt: "Mit dem neuen Brauerei-Ausschank schaffen wir für den historischen Ortskern etwas ganz Besonderes."

Nicht nur optisch ist der neue "Anker" ein Hingucker: Die Kombination aus Alt und Neu, kombiniert mit einem üppigen Glashaus mit ausgefallener Optik und einem Biergarten, der 200 Gästen Platz bietet, wertet die Stadt in ihrem historischen Ortskern auf. Dem Charakter des Hauses will auch André Segin gerecht werden. "Wir freuen uns auf die Herausforderung", sagt der 35-Jährige. Er stammt aus einem Gastronomiebetrieb und betreibt aktuell zwei Lokale in Düsseldorf, ein Restaurant im Hafen und einen Ausschank in der Altstadt. In Anlehnung an das Konzept "Ausschank zum goldenen Handwerk" hat Segin auch dem Anker diesen Zusatznamen gegeben. Für Hollmann war die Namensergänzung kein Problem. Er denkt allerdings, dass der Korschenbroicher auch künftig nur vom Anker sprechen wird. Der wird übrigens von Montag bis Sonntag durchgängig öffnen - Mittag- und Abendkarte bieten eine "bodenständige Küche mit Pfiff".

Günter Thoren hat die Alt-Immobilie seiner Kinder Kathrin und Sebastian aufwendig saniert. Er hat zuletzt nochmals einen hohen sechsstelligen Betrag investiert, ebenso Hollmann, der für Küche, Kühlhaus und Inneneinrichtung weitere 120.000 Euro hinblätterte. Für Hollmann eine gute Investition: Er hat den "doppelten Anker" für zehn Jahre gepachtet, mit der Option auf Verlängerung. Gleiches gilt auch für die Betreiber GmbH Segin.

Quelle: NGZ
 
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