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Korschenbroich
Aus der Kräuterküche: Schafgarbe-Tarte und Löwenzahn-Dipp

Korschenbroich. Ingrid Paulußen bietet Seminare zur Zubereitung von Wildkräutern an. Dabei sammeln die Teilnehmer die Pflanzen beim Spaziergang selbst. Von Marion Lisken-Pruss

Manche Gartenbesitzer verschmähen ihn als lästiges Unkraut. Für die zertifizierte Kräuterfachfrau Ingrid Paulußen (48) aus Hochneukirch hingegen ist der Löwenzahn ein Wildkraut, das den Stoffwechsel anregt und zudem noch gut schmeckt - als Dipp oder in einer Wildkräuter-Tarte.

Auch Brennnesselsamen weiß sie zu schätzen, wenn sie mit Zwiebeln, Tomaten und Balsamicoessig zubereitet und lauwarm als Brotaufstrich serviert werden. Woran man Löwenzahn, Franzosenkraut oder Beinwell erkennt, welche heilende Wirkung ihnen nachgesagt wird, und wie sie zubereitet werden, das erläuterte die Kräuterfachfrau in einer Veranstaltung in Pesch.

Dabei ging es nicht nur um bloße Theorie: Es wurde geschnippelt, gekocht und probiert. Dazu hatte Mechthild Batzke die Küche in ihren Coaching-Räumen in der Haus-Horst-Straße zur Verfügung gestellt. Die Zutaten mussten die zehn Teilnehmer aber erst im Hoppbruch sammeln. Während des zweistündigen Spaziergangs half ihnen Ingrid Paulußen dabei, die Wildkräuter zu bestimmen. Gleichzeitig hatte sie zahlreiche Tipps parat: So pflückt sie beim Löwenzahn nur die zarten Blätter. Den Rest der Pflanze lässt sie stehen, damit sie weiterwachsen kann. "Die getrockneten Wurzeln dienten früher als Kaffeeersatz", erzählte sie. Ausprobiert habe sie das auch, aber: "Es hat mir nicht geschmeckt."

Später saßen die Teilnehmer um den großen Esstisch und schälten Kartoffeln, würfelten Tomaten und hackten die Kräuter klein. In der Küche briet Elsbeth Esser Kartoffeln und Zwiebelwürfel an. Mit Wildkräutern kochte sie zum ersten Mal. "Bislang habe ich Löwenzahn als Unkraut angesehen. Ohne Rezept würde ich mir nicht zutrauen, ihn zu verarbeiten", sagte sie. Neben ihr röstete Bärbel Kirchstein Brennnesselsamen so lange in einem Topf, bis die Früchte anfingen zu springen. "Wildkräuter sind gesund. Sie sind nicht mit Schadstoffen belastet. Da ich gerne koche, wollte ich die Rezepte einmal ausprobieren", sagte sie.

Ingrid Paulußen bietet regelmäßig Veranstaltungen zur Zubereitung von Wildkräutern an. Wer Interesse hat, sollte einen Blick auf ihre Homepage unter www.kraeuterglueck.com werfen.

Quelle: NGZ
 
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