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Korschenbroich
Bandenmitglied legte gestern Geständnis ab

Korschenbroich. Der 26-Jährige ließ durch seinen Anwalt erklären, an 23 Diebstahlfällen beteiligt gewesen zu sein. Von Ingrid Krüger

Seit Anfang November müssen sich die 26, 24, 22 und 23 Jahre alten Männer aus Albanien und eine deutsche 63-jährige Frau vor der Zweiten Großen Strafkammer des Mönchengladbacher Landgerichts wegen bandenmäßigen Wohnungsbrucheindiebstahls in mehr als 46 Fällen verantworten. Am zweiten Prozesstag hatten vier Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Drei der Männer hatten zugegeben, zwischen dem 22. August 2016 und dem 11. Februar 2017 in wechselnder Beteiligung vor allem in Mönchengladbach, aber auch in Korschenbroich, im Kreis Viersen und an anderen Orten 46 Wohnungseinbruchsdiebstähle verübt zu haben. Später waren nach DNA-Treffern weitere zwölf Diebstahls-Fälle zur Anklage gelangt. Insgesamt soll die Bande Schmuck und Bargeld im Wert von 150.000 Euro erbeutet haben. Die mitangeklagte Frau, die als einzige nicht in Untersuchungshaft ist, soll die Einbrecher zu Treffpunkten gefahren und wieder abgeholt haben, weil die Männer kein Auto hatten. In ihrer Wohnung soll auch Beute aufbewahrt worden sein.

Gestern hatte der 26-jährige Angeklagte sein Versprechen wahr gemacht und durch seinen Verteidiger sein Geständnis erklären lassen. Danach war klar, dass sich der Mann an 23 Diebstahlsfällen beteiligt hatte. Auch zur Person hatte der 26-Jährige Angaben gemacht. So sei er 2015 über Spanien nach Deutschland gekommen und als Asylbewerber 2016 in Mönchengladbach gelandet. Einige der Angeklagten kenne er aus der Kindheit. "Als ich in Mönchengladbach keine Arbeit fand, bin ich auf die Idee mit den Einbrüchen gekommen", ließ der 26-Jährige durch seinen Anwalt erklären. "Ich habe eine Vielzahl von Einbrüchen begangen", gab der Angeklagte zu. Die mitangeklagte Frau entlastete er im Gerichtssaal: "Sie hatte keinen Anteil an der Beute." Aber auch dieser Angeklagte berichtete von einem Mann, der als Mittäter von der Polizei verdächtigt wird, von dem sie aber derzeit nicht den Aufenthaltsort kennt. Den Mann habe man in einem sächsischen Asylbewerberheim kennengelernt und in Gladbach wiedergetroffen. Er habe Objekte für die Einbrüche im Internet gesucht und sie aufgefordert dorthin zu fahren. Für diese Hinweise habe der mutmaßliche Komplize immer die Hälfte der Beute beansprucht. Bei der Polizei hatte er eine Tatbeteiligung bestritten. Der Prozess wird fortgesetzt.

Quelle: NGZ
 
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