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Korschenbroich
„Jagdhörner“ sprühen vor Ideen: Kutsche für Vize-Brudermeister

Korschenbroich. Liedberg Eine wunderbare Geste vom Königszug „Jagdhorn“: Die Schützen um Majestät Stefan Maaßen überraschten Heribert Blankenstein mit einer Kutsche, in welcher der langjährige Liedberger Brudermeister die gestern Parade in Drölsholz und Steinhausen erlebte. Zu Fuß kann Blankenstein diese lange Wegstrecke unmöglich bewältigen, das lässt seine körperliche Verfassung nicht zu. „Er hat so viel für die Bruderschaft geleistet – mit der Kutsche wollen wir uns dafür bedanken“, erläuterte Minister Dietmar Ibach. Von Ulrich M. Schwenk

Heribert Blankenstein, heute noch stellvertretender Brudermeister der Sankt-Sebastianus-Bruderschaft Liedberg, fuhr mit Schützenkönig Stefan Maaßen in einer Kutsche. Eine zweite besetzten die Minister Dietmar Ibach und Thomas Willemsen. Aus Blankensteins privatem Umfeld war nur Ehefrau Gisela in die Überraschung eingeweiht. Alle hielten dicht.

Glücklicher als Stefan Maaßen kann eine Majestät nicht dreinschauen. „Es ist zwar Stress, aber es macht unheimlich Spaß. Alles läuft super“, sagte er gestern Vormittag während des Klompenballs im Festzelt.

Um die Freude perfekt zu machen, hatten sich der Königszug „Jagdhorn“ und der Ministerzug „Freiwild“ dort gemeinsam den Sieg für die am schönsten dekorierten Holzschuhe Klompen gesichert. Von den 200 Euro Preisgeld, die sie unangefochten einstrichen, werden sich Schützen und Damen eine nette Feier gönnen.

In den kleinen Kunstwerken steckte aber auch eine Mühe: Zum Motto „Liedberg(er)leben“ waren 26 Paare mit typischen Liedberger Motiven ausstaffiert worden, alles aufwändige Bastelarbeiten, zum Beispiel der Sandbauernhof, das alte Bürgermeisteramt, Schloss Liedberg, das Festzelt samt Schützenbaum und vieles mehr. Die tollste Arbeit stammte von Ute Summerer: Sie hatte die Pfarrkirche St. Georg in allen Einzelheiten nachgebildet.

Der Jägerzug „Jagdhorn“ macht beim Schützenfest seinem Namen wirklich alle Ehre: eine Idee jagt die andere. Bei den Damen machten sie sich mit 260 gelb-roten Rosen und Grußkärtchen für alle Zeiten beliebt. Beim König spielte am Freitagabend ein Tambourcorps auf und überzog wegen der Riesenstimmung unter 160 Gästen um anderthalb Stunden – bis halb vier in der Früh. Und gewandet war der gesamte Hofstaat in grünen T-Shirts mit dem goldfarbenen Aufdruck „Liedberg(er)leben“. „Wir wollen aus diesem Schützenfest wirklich etwas Besonderes machen“, sagte Minister Dietmar Ibach.

Quelle: RP
 
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