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Korschenbroich
Beim Straßenfest war halb Glehn auf den Beinen

Korschenbroich. Der Werbekreis "Glehn aktiv" bot ein kontrastreiches Programm - von der Fotoausstellung bis zur Feuerwehr-Aktion. Von Rudolf Barnholt

Sonnenbrille und Regenschirm machten Sinn gestern auf dem Straßenfest in Glehn, organisiert vom Werbekreis "Glehn aktiv". Aber nicht nur das Wetter bot ein Kontrastprogramm: Auch auf der Haupt- und der Bachstraße gab es sehr unterschiedliche Attraktionen.

Und wer keinen Schirm dabei hatte, fand unter anderem im Heimatmuseum Unterschlupf. Robert Jordan freute sich: "Dutzende Besucher haben sich die Fotoausstellung angesehen." Die Freude sei immer groß gewesen, wenn man jemanden erkannt hatte auf den alten Schwarzweiß-Bildern. Lore Kremer zeigte sich im Erdgeschoss mehr als zufrieden: Gegen eine Spende wurden dort Alltagsgegenstände von einst abgegeben: "Sogar die alten Holzskier sind weggegangen", sagte Kremer, während die alte Kaffeemühle noch auf einen neuen Besitzer wartete. "Wir alle - das ist Glehn", lautete das Motto. Und es schien so, als sei halb Glehn auf den Beinen. Das Straßenfest findet ja immer alle zwei Jahre zeitgleich mit dem Niederrheinischen Radwandertag statt. An der Station, die vom ADFC-Fahrradclub betreut wurde, gab es nur zufriedene Gesichter: "Bis jetzt sind von hier aus 197 Radler gestartet und 150 durchgefahren, das sind deutlich mehr als beim letzten Mal", sagte Heinz-Josef Dackweiler als Vorsitzender.

Wenige Meter entfernt, am Stand der Stadt, lief es nicht ganz so gut: "Wir haben nur drei unserer grünen Niederrhein-Räder verliehen", sagte Katrin Maaß. Die Polizei codierte immerhin 56 Fahrräder. Und Stefan Pilatus, Vorsitzender des Rassegeflügelzuchtvereins Glehn, hatte einige Tiere mitgebracht und warb schon jetzt für die Ausstellung am 8. und 9. Oktober im Glehner Pfarrzentrum. Mit einem besonderen Angebot lockte die Freiwillige Feuerwehr an der Bachstraße: Da durften Besucher in entsprechender Schutzkleidung beherzt zum Spreizer greifen und sich an einem alten Ford Fiesta abarbeiten: Das Dach des blauen Kleinwagens war komplett demontiert worden.

Die Bachstraße war auch so etwas wie die kulinarische Meile. Dort gab es unter anderem Ziegenkäse zu kaufen und Ziegen zu sehen. Im Mittelpunkt des Kreisverkehrs stand wie immer ein nostalgisches Kinderkarussell. Auch das Bühnenprogramm war sehr kontrastreich - es reichte von der Dyckerländer Blasmusik über die "Fantastic Company", einem Ableger des Fanfarencorps Neusser Furth bis hin zur Coverband "The Smelting Faces".

Quelle: NGZ
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