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Korschenbroich
Beratungsstelle für Flüchtlinge öffnet

Korschenbroich: Beratungsstelle für Flüchtlinge öffnet
Sergej Konrad, Elina Chernova und Daniel Soueidan. FOTO: Detlef Ilgner
Korschenbroich. In den angebotenen Kursen steht vor allem das Lernen der deutschen Sprache im Mittelpunkt. Von Angela Wilms-Adrians

Elina Chernova ist begeistert: "Ich finde Kleinenbroich super. Wir wurden hier sehr gut aufgenommen und haben in kurzer Zeit viele engagierte Menschen kennengelernt. Die Kooperation mit dem Sozialamt steht auf guten Beinen". Die Geschäftsführerin des Förderungszentrums Kintop ist überzeugt, dass am neuen Sitz an der Von Stauffenberg Straße 42 die Erfolgsgeschichte der Regionalen Flüchtlingsberatung weitergeschrieben wird. Eröffnung ist am 17. Oktober um 14 Uhr. Kintop richtet sich an Migranten und Flüchtlinge, aber auch deutsche Kinder mit Lernschwierigkeiten erhalten Förderung.

Es gibt Kurse für Erwachsene und Kinder sowie Kinderbetreuung. Es geht um Beratung, Unterstützung im Alltag und Integration. "Es ist wichtig, dass die Menschen Deutsch lernen. Anfangs liegt das Hauptgewicht nicht auf dem Schreiben, sondern auf Kommunikation", sagt Chernova. Kintop ist ein lizensiertes Prüfungszentrum für berufsbezogene Deutschstunden. Die Sprachkurse sind für jeden zugänglich, die Integrationskurse mit Sprach- und Orientierungskurs für Menschen mit Bleibeperspektive. Seit 2003 setzt sich der Verein für die Förderung junger und erwachsener Migranten und Flüchtlinge in schulischer, beruflicher, sozialer und kultureller Hinsicht ein.

Die Niederlassung Rhein-Kreis Neuss verfügt in Kleinenbroich über 250 Quadratmeter. Alles strahlt noch das Neue aus, das im Werden ist. Die Möbel sind gerade erst geliefert worden. Daniel Soueidans Büro ist für den Anfang gewappnet. Der 31-Jährige Sozialwissenschaftler ist Ansprechpartner und mit der Aufgabe durch seinen Einsatz in der Düsseldorfer Hauptstelle vertraut. Dort arbeitet er als Kursleiter, bald wird er ebenso in Kleinenbroich Kurse geben. In einer speziellen Fortbildung wurde er auf seine Beratungstätigkeit vorbereitet. Da der Sozialwissenschaftler auch Germanistik studiert hat, wird er Deutschkurse geben, um Menschen über die Beherrschung der Sprache ein wichtiges Werkzeug für die Bewältigung des Alltags und eine Berufsperspektive zu geben. Die Integrationskurse setzten auf Sprache und Orientierung. "Es geht um das Verständnis der gesellschaftlichen Dinge", sagt Soueidan dazu. Unterstützt wird er durch die Sozialarbeiterin Samiya, die ihr Anerkennungspraktikum leistet.

Dritter im Bunde ist Sergej Konrad, der im Büro hilft, als "Außendienstler" den Kontakt zu Notunterkünften und Schulen hält und laut Chernova "der Papa für alles" ist. Da Konrad ein Maltalent ist, wird er vermutlich demnächst auch Malkurse für Kinder anbieten. Die Kurse sind für die Teilnehmer kostenfrei.

Quelle: NGZ
 
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