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Korschenbroich
Beschwerde: Bürger fühlt sich nicht ernst genommen

Korschenbroich. Gerd Sack ist ein engagierter Bürger - er ist für den BUND, den ADFC und für die AVA ehrenamtlich unterwegs. Für die Allgemeine Verkehrsaufklärung verfasste er einen sechsseitigen Beschwerdebrief mit ausführlicher Fotodokumentation. Das unsachgemäße Vorgehen einer Kanalbaufirma zeigte er dem Beschwerdemanagement im Rathaus auf. Das Unternehmen hatte an zwei Tagen im Oktober 2015 Prüfarbeiten für den Städtischen Abwasserbetrieb in Kleinenbroich übernommen und, wie sich später herausstellte, die Einsatzstelle weder ordnungsgemäß abgesperrt noch korrekt ausgeschildert.

Jetzt wurde die Beschwerde im Hauptausschuss behandelt. Allerdings nicht zur Zufriedenheit von Gerd Sack. Er hatte sich vor der Hauptausschuss-Sitzung bereits über die Verwaltung beschwert: "Es ist keine Art und Weise, dass meine Fragen bisher nicht beantwortet wurden." Daher forderte er für künftige Fälle, vorab die Akten einsehen zu können. Sacks Kritik, die Stadt habe nicht zeitnah auf seinen Hinweis reagiert, wurde vom Beigeordneten Georg Onkelbach widerlegt: "Aus unserem Aktenvermerk vom 20.

Oktober 2015 geht hervor, dass wir nach Meldung die Arbeiten vor Ort kontrolliert haben. Da die Kanalbaufirma ihren Arbeitsort an der Nordstraße tatsächlich nicht vorschriftsmäßig abgesichert hatte, haben wir sie aufgefordert, die Arbeiten sofort einzustellen." Das war Sack nicht genug, er verließ den Zuhörerbereich mit den Worten: "Ich bin sehr enttäuscht."

(-wi)
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