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Korschenbroich
Betriebshof wird teurer als gedacht

Korschenbroich: Betriebshof wird teurer als gedacht
Dezernent Georg Onkelbach und Thomas Kochs, Leiter der Eigenbetriebe, in der Grube, in die später die Drainage gelegt werden soll. FOTO: Detlef Ilgner
Korschenbroich. Da es Probleme mit Oberflächenwasser gibt, muss im Betriebshof eine Drainage gelegt und der Hof befestigt werden. Kostenpunkt: 480 000 Euro. Ein Fehlkauf sei das Gebäude trotzdem nicht, sagt Dezernent Georg Onkelbach. Von Laura Schameitat

Es ist kein schönes Thema, das der Betriebsausschuss morgen Abend ab 18 Uhr im Rathaus besprechen muss - und es ist die Verlängerung eines Kapitels, das man in Korschenbroich wohl lieber schnell abgeschlossen hätte. Da Oberflächenwasser am neuen Standort der Eigenbetriebe im Gewerbegebiet Glehn-Ost nicht richtig versickern kann, wird eine Drainage nötig. Außerdem muss der Hof, der eigentlich unbefestigt bleiben sollte, nun doch mit einer Asphaltdecke und Pflastersteinen befestigt werden. Alles in allem kosten die Maßnahmen 480 000 Euro - viel Geld, das für den Umzug eigentlich nicht eingeplant war.

Die Auslagerung der städtischen Eigenbetriebe von ihrem ehemaligen Standort an der Friedrich-Ebert-Straße war bereits 2012 beschlossen worden. Zunächst wurde als neuer Standort ein Neubau am Püllenweg in Kleinenbroich ins Auge gefasst, kurze Zeit später stellte sich jedoch heraus, dass das Grundstück zu klein war. Noch später wurde klar: Das Projekt ist zu teuer. Deshalb entschied sich die Stadt für den Kauf der gebrauchten Immobilie an der Glehner Wankelstraße.

Dass diese Entscheidung im Nachhinein aufgrund der gestiegenen Kosten auch als Fehlkauf bezeichnet werden könnte, wollen Dezernent Georg Onkelbach und Thomas Kochs, der Technische Leiter der Eigenbetriebe, nicht so stehen lassen. "Dass nach dem Kauf noch Mängel festgestellt werden, das passiert auch Privatleuten immer wieder", sagt Kochs. "Ich will allerdings auch keinen Hehl daraus machen, dass ich noch nie ein großer Freund dieses Standorts war", so Kochs weiter. "Wir müssen jetzt das Beste daraus machen. Selbst mit den nun entstandenen Mehrkosten sind wir immer noch deutlich unter dem, was ein Neubau gekostet hätte", ergänzt Onkelbach.

Zurzeit fangen sogenannte "Flutboxen" - kleine, graue Plastikboxen mit einer Pumpe darin - das Wasser auf. Eine provisorische Zwischenlösung, bis die Drainage gelegt ist. Zudem muss das Fundament der Halle mit Bitumen abgedichtet werden.

"Wenn wir nichts unternehmen, müssen wir damit rechnen, dass das Wasser durch kleinste Risse im Fundament in das Gebäude eindringt", erklärt Thomas Kochs. Dann könnte sich Schimmel bilden. Das ist auch an einigen Stellen im Inneren schon geschehen. Dort wurde der Schimmel nun im Rahmen des Innenausbaus professionell entfernt. Die Außenarbeiten sollen parallel zum Innenausbau laufen, eine zeitliche Verzögerung des für Juni geplanten Abschlusses der Bauarbeiten wird es nicht geben.

Die zusätzlichen Kosten sollen laut Vorschlag der Eigenbetriebe aus dem Topf der "Projekte Baulandmanagement" bezahlt werden. Dieser Vorschlag soll morgen vom Betriebsausschuss beschlossen werden. Vorher gibt es um 16.30 Uhr noch eine Ortsbegehung mit den Mitgliedern des Ausschusses am Betriebshof.

Quelle: NGZ
 
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