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Korschenbroich
Brandstiftung in Flüchtlingsunterkunft

Korschenbroich: Brandstiftung in Flüchtlingsunterkunft
Der Betrieb in der Unterkunft in Herrenshoff geht normal weiter. Zwei Wohnungen müssen saniert werden. FOTO: cka
Korschenbroich. Der Brand in der Flüchtlingsunterkunft an der Schaffenbergstraße am Donnerstagabend soll nicht wie zunächst angenommen durch einen technischen Defekt ausgelöst worden sein. Jetzt ermittelt die Polizei, die davon ausgeht, dass die Bewohner selbst das Feuer verursacht haben. Von Christian Kandzorra

Es gebe keine Hinweise darauf, dass Fremde in die Container eingedrungen sind. Die Staatsanwaltschaft schließt deshalb Brandstiftung nicht aus. Wie Staatsanwalt Christoph Kumpa vom Landgericht Düsseldorf mitteilt, sind die Beamten noch mit der Vernehmung der Bewohner beschäftigt. Sie versuchten zu klären, ob das Feuer absichtlich gelegt wurde oder durch fahrlässiges Handeln ausgebrochen ist. Laut Kumpa gibt es noch keinen Tatverdächtigen.

Der Zimmerbrand hatte am Freitag ein Großaufgebot der Feuerwehr auf den Plan gerufen. Die Rettungskräfte waren zunächst von einem Großbrand in dem von 96 Menschen bewohnten Komplex ausgegangen, jedoch konnten die Bewohner das Feuer selbst löschen. Betroffen sind zwei Familien (insgesamt 15 Menschen), die kurzfristig in andere Wohnungen gebracht wurden. Verletzt wurde niemand. Die Stadt hat bereits eine Sanierung der Container angeordnet. Die Verwaltung will jetzt abwarten, was die Brandermittler der Polizei herausfinden. Auf Anfrage teilt die Stadt mit, dass Brandschäden, die durch Fahrlässigkeit entstanden sind, meist von der Wohngebäudeversicherung bezahlt werden. Es gebe feine Abstufungen in der Schwere der Fahrlässigkeit. Vorsatz sei von der Versicherung jedoch ausgeschlossen.

Quelle: NGZ
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