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Korschenbroich
Brunnenfest mit Kunst, Kaninchen und Kulinarischem

Korschenbroich. Viele Besucher nutzten gestern den verkaufsoffenen Sonntag. Das Angebot war immens vielfältig. Von Rudolf Barnholt

Als das 8. Brunnenfest gestern Mittag eröffnet wurde, merkte man, dass im Herbst Bürgermeister- und Landratswahlen sind: Die Politikerdichte war hoch. Neben dem Vorsitzenden des City-Rings und Bürgermeister Heinz Josef Dick stand ein Mann im Mittelpunkt, der auch mit dem Amt des Bürgermeisters geliebäugelt hatte: Robert Jordan, Kurator der Gruppe "Künstler in Korschenbroich". Sie sollen die Brunnenfeste auch künftig mit ihren Aktionen maßgeblich prägen.

Für seine Begrüßungsrede bekam Bürgermeister Dick eine Regieanweisung: "Vergessen Sie den verkaufsoffenen Sonntag nicht." Der reagierte prompt: "Ich begrüße Sie recht herzlich zum verkaufsoffenen Sonntag und zum Brunnenfest." Die KiK-Künstlerinnen und Künstler waren an den blauen Luftballons zu erkennen. Robert Jordan verriet, wieso diese Farbe eine so große Rolle spielte: "Brunnen - Wasser - Blau, das war die Assoziationskette." Vor dem Hannenhaus präsentierten sich die KiK-Künstler dem Motto gemäß. Irmgard Heckner hatte ihre "Daphne" eigens blau bemalt, Christiana Schwarz präsentierte unter anderem eine blaue Blume aus Papier als Symbol der Liebe - dass die Blume durch Regen aufgeweicht werden könnte, diese Gefahr bestand nicht. Die zahlreichen Besucher konnten Handfestes, aber auch kulinarische Besonderheiten wie Spezialitäten aus Tirol unter freiem Himmel genießen. "Ich komme gar nicht voran wegen der vielen Bücher", beklagte sich eine ältere Besucherin. Tatsächlich war die Auswahl ebenso enorm, wie die Preise niedrig waren. Manches Vergnügen kostete gar nichts: Ludwig Fromm vom Kaninchenzuchtverein R 362 Korschenbroich-Lürrip hatte neun Burgunder mitgebracht, die in einem sechseckigen Stall tobten, Männchen machten und nicht nur Kinderherzen höherschlagen ließen. Heinz-Werner Metzer vom Rassegeflügelzuchtverein Korschenbroich zeigte seine stolzen Italiener-Hähne und niedliche Flug- und Stockenten-Küken. Veronika Hennig, Lehrerin an der Kleinenbroicher Hauptschule, war zum ersten Mal mit einem Stand vertreten: Sie verkaufte selbst gemachte vegane Köstlichkeiten. Der Erlös kommt ebenso wie die Spenden einem Tierheim in Serbien zugute.

Quelle: NGZ
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