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Korschenbroich
Bürgerbus landet im Graben - vier Verletzte

Korschenbroich: Bürgerbus landet im Graben - vier Verletzte
Der Unfall mit Kleinbus wurde zum Großeinsatz für die Rettungskräfte: 43 Feuerwehrmänner, drei Notärzte und fünf Rettungswagenbesatzungen kamen gestern morgen an die Unfallstelle, um zu helfen. FOTO: Picasa
Korschenbroich. Der Unfall ereignete sich gestern Morgen auf der "Umland-Tour" bei Glehn. Die Landstraße 361 war deshalb für Stunden gesperrt. Von Ruth Wiedner

Großeinsatz hieß es gestern für Polizei, drei Notärzte, fünf Rettungswagenbesatzungen und 43 Feuerwehrkräfte aus Glehn, Kleinenbroich und Liedberg, als die Alarmierung um 8.20 Uhr erfolgte. Was war passiert? Ein Kleinbus war auf der Kreisstraße 29 aus Richtung Glehn kommend in Richtung Epsendorf unterwegs. Als der 75 Jahre alte Fahrer die L 361 überqueren wollte, übersah er nach Polizeiangaben offenbar einen Lastwagen, der die Landstraße in Richtung Kapellen befuhr. Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß.

Der Bürgerbus drehte sich dabei um seine eigene Achse und kam im Graben zum Stehen. Dabei wurden der Fahrer und die drei Insassen (31, 34 und 45 Jahre alt) verletzt. Ein Fahrgast wurde vorsorglich mit einem Hubschrauber in die Uni-Klinik Düsseldorf geflogen. Der Lkw-Fahrer (45) aus Gummersbach verletzte sich leicht, er wurde vor Ort notfallmäßig versorgt.

Mit Hilfe der Feuerwehrkräfte konnten der Fahrer und die drei Insassen aus dem Bürgerbus befreit werden. FOTO: Picasa

"Wir waren froh, dass alle Unfallbeteiligten ansprechbar waren", fasste Feuerwehrchef und Einsatzleiter Frank Baum den mehrstündigen Großeinsatz zusammen, der auch zur Vollsperrung der Landstraße 361 führte. Frank Baum hatte auch Korschenbroichs Bürgermeister Marc Venten informiert, der umgehend zur Unfallstelle eilte.

Vor vier Wochen konnte der Bürgerbus-Verein Korschenbroich noch den 50.000 Fahrgast begrüßen. Gestern Morgen wurde die Erfolgsgeschichte um den Vorsitzenden Willy Schellen und seinem Vize Hubert Tokloth durch einen schweren Verkehrsunfall getrübt. Vier Verletzte und ein Totalschaden - so lautet die erste Bilanz. Hubert Tokloth sitzt selbst am Nachmittag der Schrecken noch in den Gliedern. Sein Vorstandskollege Willy Schellen war morgens zum Fahrdienst eingeteilt worden. Er hatte drei Fahrgäste in Steinforth-Rubbelrath und Glehn eingeladen, um von dort aus über Epsendorf und Lüttenglehn die Ortsmitte von Korschenbroich anzusteuern.

Vorsorglich wurde gestern Morgen einer der vier Verletzten in die Uni-Klinik Düsseldorf geflogen. FOTO: Dieter Staniek

"Soweit kam er aber nicht mehr", schüttelt Tokloth betroffen den Kopf. "Der Bürgerbus ist seit April 2010 im Einsatz. Außer einem Kratzer oder einem abgebrochenen Spiegel lief bislang alles gut, eigentlich bestens", stellte der Vize-Vorsitzende und Geschäftsführer im Gespräch mit unserer Redaktion fest. "Und jetzt der Unfall." Schweigen.

Der 11. Dezember 2015 wird als "schwarzer Freitag" in die Vereinsgeschichte eingehen. Und doch zeigt sich Hubert Tokloth erleichtert: "Alle haben wirklich viel, viel Glück gehabt. Ich bin froh, dass den Fahrgästen und unserem Vorsitzenden Willy Schellen nicht all zu viel passiert ist." Dass die Kreispolizei im Nachgang zum Unfall von vier Schwerverletzten spricht, wird mit der stationären Behandlung in einem Krankenhaus begründet.

Bereits um 14 Uhr kam der alte Bürgerbus gestern Nachmittag schon wieder zum Einsatz. Rund 1300 Fahrgäste werden mit Unterstützung der NEW monatlich im Wechsel von 54 Ehrenamtlern im Stadtgebiet transportiert.

Quelle: NGZ
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