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Korschenbroich
Caritas eröffnet Neubau am Kirchplatz

Korschenbroich: Caritas eröffnet Neubau am Kirchplatz
Caritas-Vorstandsmitglied Volker Großheim, Pflege-Bereichsleiterin Manuela Jansen, Pfarrer Heinz-Josef Biste, Tagespflege-Leiterin Meike Küster und Caritasverbands-Geschäftsführer Frank Polixa (v. l.) in den neuen Räumen FOTO: Ilgner
Korschenbroich. Am Montag startet nach 16 Monaten Bauzeit der Betrieb in der ersten Korschenbroicher Senioren-Tagespflege. Der Verband hat am Kirchplatz 4,3 Millionen Euro investiert. Zum neuen Haus gehören 17 altengerechte Wohnungen. Von Christian Kandzorra

Noch sind die Maler am Werk - und auch im Garten fehlt noch der Feinschliff. Aber: Das neue Caritas-Haus neben der St.-Andreas-Kirche ist weitestgehend bezugsfertig. Die ersten der 17 seniorengerechten Wohnungen sind bereits bezogen; am Montag soll auch der Betrieb der Senioren-Tagespflege anlaufen, in der 17 Menschen gleichzeitig betreut werden können. Die Tagespflege soll insbesondere Angehörige vorübergehend entlasten und dazu beitragen, dass Pflegebedürftige in Würde leben können. Nach rund 16 Monaten Bauzeit wurde das Gebäude gestern eröffnet und von Pfarrer Heinz-Josef Biste geweiht. Rund 100 Gäste verschafften sich erste Eindrücke von den nagelneuen Räumen.

Der Caritasverband für die Region Mönchengladbach hat für den Neubau, der auch das alte Pfarrheim integriert, tief in die Tasche gegriffen und insgesamt 4,3 Millionen Euro investiert. "Menschen sollen sich auch im Alter möglichst viel Selbstständigkeit und damit auch Lebensqualität erhalten können", sagt Frank Polixa. Er ist Geschäftsführer des Caritasverbandes und verglich die Zusammenarbeit zwischen Caritas und Stadt gestern mit einem "Freundschaftskick", bei dem es zwei zu eins für die Caritas stünde. "Zwei, weil es die zweite Tagespflege ist, die unser Verband in der Region unterhält. Und eins, weil wir die erste Tagespflege in der Stadt Korschenbroich einweihen können." In der Tagespflege, bei der zusammengerechnet etwa 50 Senioren angemeldet werden könnten, gehen zunächst fünf Mitarbeiter um Einrichtungsleiterin Meike Küster an den Start. Später sollen es bis zu zehn sein. "Außerdem soll eine Betreuerin dafür sorgen, dass die Menschen in den Wohnungen in guter Nachbarschaft leben", sagt Polixa.

Von "guter Nachbarschaft" sprach bei der Eröffnung auch Pfarrer Marc Zimmermann. "Die Caritas hat die Lücke neben dem alten Pfarrhaus gut geschlossen. Nicht nur baulich, sondern auch inhaltlich." Wenn es auch etwas länger gedauert habe, so habe die Kirchengemeinde gerne auf die Caritas gewartet. Damit spielte Zimmermann unter anderem auf die Diskussion um die Farbe der Klinker an, die Architekten und Stadt vor Beginn der Bauarbeiten beschäftigt hatte. Doch das war nicht das Einzige, was für Verzögerungen beim Bau sorgte: Zwischendurch waren Archäologen auf dem Baugrundstück fündig geworden, deren Arbeiten einige Zeit in Anspruch nahmen.

In Bezug auf das nun fast fertiggestellte Caritas-Haus, das in unmittelbarer Nachbarschaft zu der bereits seit einigen Jahren bestehenden Caritas-Pflegestation steht, und zur Rede von Frank Polixa betonte Vize-Bürgermeister Albert Richter, dass die Stadt beim "Freundschaftskick" gerne einen Punkt im Rückstand stehe. "Die Caritas stellt sich hier einer sehr wichtigen, gesellschaftspolitischen Aufgabe." Letztendlich reagiere die Caritas mit der Tagespflege auch auf einen zunehmend stark gefragten Trend.

Quelle: NGZ
 
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