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Korschenbroich
CDU/SPD für Pescher Gerätehaus

Korschenbroich. Opposition hatte gemeinsames Feuerwehrhaus mit Kleinenbroich angeregt.

Erst im Juli schien für die Mitglieder der Löschgruppe Pesch die Welt wieder in Ordnung. Die Stadtspitze hatte sich trotz Sparhinweis der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) fü ein neues Gerätehaus in Pesch ausgesprochen. Und auch Fraktionsvorsitzender Thomas Sieger hatte das Unions-Bekenntnis erneuert. Wohlwissend um die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für die Stadt, regte Wolfgang Houben im Rahmen der Haushaltsberatungen im Hauptausschuss an, auf den geplanten Neubau aus Kostengründen zu verzichten. Allerdings machte der Fraktionschef der Grünen auch für die FDP und Aktive deutlich: "Wir wollen weder die Löschgruppe Pesch auflösen noch wollen wir auf sie verzichten." Viel mehr regte er im Namen von Hanns-Lothar Endell (Aktive) und Hanne Wolf-Kluthausen (FDP) an, die Pescher Wehr als eigenständige Löschgruppe in der in Kleinenbroich neu zu bauenden Feuerwache unterzubringen. Seine Begründung: Dies sei nicht nur kostengünstiger, sondern für die Einsatzkräfte aus Pesch auch wesentlich komfortabler.

Wenig Verständnis für diesen Vorstoß zeigte hingegen Thomas Siegers. Im Brandschutzbedarfsplan ist der Neubau für Pesch aufgeführt. Siegers erinnerte an den einstimmigen Beschluss und die damit bereits getroffene Entscheidung: "Wir haben uns doch alle längst für Pesch entschieden."

Mit einer diplomatischen Lösung versuchte sich Albert Richter. "Fahrzeuge, Duschen und die Umkleideräume gehören klar nach Pesch", betonte der SPD-Politiker im Hauptausschuss. Allerdings schloss er nicht aus, dass beispielsweise Tagungsräume für alle Wehren bei der Gebäudeplanung für den Neubau berücksichtigt werden könnten. Stadtkämmerer Thomas Dückers, als Erster Beigeordneter auch für die Freiwillige Feuerwehr zuständig, versprach, die Anregung Richters zu überprüfen. Um möglichen Missverständnissen vorzubeugen, erklärt er: "Der Neubau in Pesch ist nicht für 2017 vorgesehen." Und auch mit den widersprüchlichen Aussagen zur Erreichbarkeit der Löschgruppe räumte Dückers auf: "In Pesch ist eine Tagesverfügbarkeit gewährleistet, es gibt keinen Einsatz in der Stadt, zu dem die Pescher nicht ausrücken konnten."

(-wi)
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