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Korschenbroich
CDU und SPD fordern mehr Polizisten

Korschenbroich. Trotz rückläufiger Straftaten fehlt Personal. Das zeigt sich, sobald Beamte in Dormagen unterstützen.

Polizeihauptkommissar Jürgen Morgenweg hatte bei der zehnten Sitzung des Hauptausschusses Positives zu berichten. Er präsentierte der Politik den aktuellen Bericht über die Verkehrsunfall- und allgemeine Kriminalitätsentwicklung der Stadt Korschenbroich. Trotz rückläufigen Straftaten und Unfällen, wollen sich CDU und SPD für mehr Personal und eine bessere Ausstattung einsetzen.

Sind im Jahr 2014 noch 1658 Straftaten in Korschenbroich begangen worden, waren es 2015 nur noch 1437. Auch die Zahl der Verunglückten ist von 121 auf 107 im vergangenen Jahr gesunken. "Im Stadtgebiet gibt es im Sinne der Definition keine Unfallschwerpunkte mehr", betonte der Polizeihauptkommissar. Sorge bereitete den Politikern jedoch der leichte Anstieg um zehn Straftaten im Bereich der Straßenkriminalität und die Zunahme bei den Diebstahldelikten von 652 auf 710. So berichtete Peter-Josef Fels (SPD) von Bürgern, die sich um ihre Sicherheit fürchten. Ein Grund ist, dass die Korschenbroicher Polizeiwache nicht rund um die Uhr besetzt ist. Polizeihauptkommissar Jürgen Morgenweg argumentierte mit fehlendem Personal und sagte: "Ich bin froh, dass die Wache noch Bestand hat. Früher gab es 15 Personen im Wachdienst, heute sind es drei weniger." Das Problem: Wenn die Polizeibeamten Kollegen in Dormagen unterstützen müssen, können sie bei einem Unfall oder einem Einbruch nicht so schnell wieder vor Ort in Korschenbroich sein.

Das schockierte vor allem Peter Holzenleuchter von der CDU. Er betonte: "Die Politik muss dort aktiv werden. Das kann so nicht bleiben." Unterstützung bekam er vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Paul Jahny. Er ist der Meinung, dass die Polizei besser ausgestattet werden muss. Auf die Frage von Peter-Josef Fels, ob Bürger sich mehr einmischen sollten, reagierte der Hauptkommissar entschieden: "Von Bürgerwehren halte ich nichts. Die möchte ich in der Stadt nicht haben." Die Bürger sollen nach wie vor der Polizei Verdächtiges melden, aber nicht selbst aktiv werden. Einen Wunsch äußerste Jürgen Morgenweg dennoch: "Ich hätte gerne mehr Personal. 25 Leute wären ideal.

(sibr)
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