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Korschenbroich
Chefarztwechsel in Niederrhein-Klinik

Korschenbroich. Rente mit 67 - für Dr. Christa Hagen-Aukamp ist das jetzt Realität geworden. Die Chefärztin der onkologischen Abteilung der Niederrhein-Klinik wurde am Montagabend in den Ruhestand verabschiedet. Ihr Nachfolger ist Dr. Klaus Wehle. Von Rudolf Barnholt

Die Niederrhein-Klinik ist im Oktober 1997 eröffnet worden. Bereits zwei Jahre zuvor war Dr. Christa Hagen-Aukamp in die Planung eingebunden - eine Frau der allerersten Stunde also. In den vergangenen knapp 20 Jahren hat sie immer wieder auf Veränderungen reagieren müssen. "Während man früher sehr konzeptionell gearbeitet hat, werden heute Pläne für jeden einzelnen Patienten erarbeitet - so gibt es für Senioren andere Ziele, als für jüngere Menschen."

Gleiches Krankheitsbild - unterschiedliche Behandlung, so kann man die aktuelle Strategie auf den Punkt bringen. Im Laufe der Jahre ist die Heilungschance von Krebspatienten stetig gestiegen, mittlerweile können durchschnittlich 50 Prozent der Tumorkrankheiten geheilt werden. Gleichwohl gab es natürlich auch Belastendes im Berufsalltag der 67 Jahre alten Düsseldorferin. "Ich konnte immer ganz gut mit belastenden Situationen umgehen", erinnert sich die Ärztin. Auf der Fahrt nach Hause habe sie gut abschalten können. In Erinnerung werden ihr vor allem die vielen Patienten bleiben, die sich äußerst dankbar gezeigt haben - nicht zuletzt auch für ein offenes und ehrliches Wort. Zu diesen Wahrheiten gehört, dass sich zwar die Heilungschancen in den zurückliegenden 20 Jahren verbessert hätten, parallel dazu seien aber auch die therapiebedingten Nebenwirkungen und Einschränkungen größer geworden.

Der Nachfolger von Dr. Christa Hagen-Aukamp ist Dr. Klaus Wehle. Er ist seit der Eröffnung der Korschenbroicher Niederrhein-Klinik mit an Bord. Der 54 Jahre alte Familienvater - er hat zwei Kinder, 13 und 15 Jahre alt - wird sich ab sofort verstärkt auch organisatorischen Aufgaben widmen, und er wird sich auch auf die Herausforderung, die die Zukunft bringen wird, einstellen. "Der Anteil der älteren Menschen wird zunehmen, wir werden spezielle Angebote für sie entwickeln müssen", ist sich der begeisterte Jogger, der mit seiner Familie im Stadtgebiet wohnt, sicher. Und weil das so ist, sei eine wohnortnahe Reha-Klinik künftig mehr denn je erste Wahl, fügt er hinzu.

Angehörige könnten regelmäßig zu Besuch kommen und sich vor Ort beraten lassen. Dr. Klaus Wehle hat sich vorgenommen, alles in seiner Macht stehende für die ihm anvertrauten Menschen zu leisten: "Ich kann nichts mehr für Sie tun, das ist für mich eine schwierige Aussage," gibt er zu.

Die neue Oberärztin und in dieser Funktion Nachfolgerin von Dr. Klaus Wehle heißt Elena Sereda. Sie hat ihre Facharzt-Ausbildung in der Niederrhein-Klinik an der Regentenstraße 22 absolviert und gehört dem Team schon seit einiger Zeit an.

Unabhängig von den personellen Veränderungen soll die Krebsvorbeugung künftig in der Niederrhein-Klinik verankert werden. Geplant sind in diesem Rahmen auch Informations- und Präventionsangebote vor allem in den Bereichen Sport und Ernährung.

Quelle: NGZ
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