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Korschenbroich
Chor bringt Patienten zum Singen

Korschenbroich. Der Mönchengladbacher Groove-Chor begeisterte in der Niederrhein-Klinik.

Musik, die in die Beine geht, Rhythmus und Pep hat, ist "groovi", und dafür steht der Groove-Chor. So definierte Sängerin Bärbel Hertl das musikalische Anliegen des Mönchengladbacher Ensembles beim Auftritt in der Niederrhein-Klinik. Neben der Musik liegt den 63 Chormitgliedern ebenso soziales Engagement am Herzen. Hier setzen sie sich für verschiedene Einrichtungen ein, und dazu gehören unter anderem vier Auftritte pro Jahr vor den Patienten und Besuchern an der Regentenstraße. "Für uns ist das zugleich eine öffentliche Probe", sagt Chorsänger und Vorstandsmitglied Andreas Bartkowski zur "Win-Win-Situation", in der alle Beteiligten steckten.

Er war einer aus der Delegation von etwa 30 Sängerinnen, die zur Begleitung des Pianisten Janek Wilholt ihr Publikum mit guter Laune sowie flotten und besinnlichen Beiträgen verwöhnten. Nicht dabei war Chorleiterin Monika Hintsches, die zur Kur ist, von Sopranistin Bärbel Hertl aber bestens vertreten wurde.

Bärbel Hertl hatte für den Abend eine bunte Mischung aus Gospelsong, Musical und Pop zusammengestellt, moderierte und übernahmdas eine oder andere Solo. Zum Rock-Song "Bohemian Rhapsody" stellte sich der Chor zu den stilistisch wechselnden Abschnitten mit getragenen Steigerungen, spannungsgeladenen kurzen Werten und stillen Momenten wandlungsfreudig vor. "Schön" murmelte der eine oder andere Gast. Zu mitreißenden Songs, wie "It's raining Men", wippten etliche mit den Füßen und klatschten den Rhythmus gerne mit.

Auf den Spuren von Trude Herr legte Sabine Armborst zum Schlager "Ich will keine Schokolade" ein peppig-flottes Solo mit einem guten Schuss Ironie hin. Derweil gestalteten ihre Mitsänger in kleinen Intermezzi musikalisch erfrischend leicht die raunenden Kommentare auf das temperamentvolle Aufbegehren. Patientin Brigitte bekam ein persönliches Geburtstagsständchen. Ihre ergriffenes "Danke" wurde von einer kleinen Freudenträne begleitet.

Nach dem herzlichen Schlussapplaus gestand Chorsängerin Ingrid Helferich: "Wir waren so nervös, da wir ohne unsere Chorleiterin Monika Hintsches gekommen sind." Mit kräftigem Beifall bekundeten die Zuhörer, wie unbegründet diese Sorge gewesen war.

(anw)
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