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Korschenbroich
Läufer-Spektakel bewegt die ganze Stadt

Impressionen vom City-Lauf 2017
Impressionen vom City-Lauf 2017 FOTO: Ruth Wiedner-Runo
Korschenbroich. Korschenbroich präsentierte sich gestern einmal mehr als "Sport-Stadt" im Rhein-Kreis: 4320 Starter, 4034 Finisher und 1574 Teilnehmer beim Familienlauf - so viele wie noch nie. 17.000 Besucher strömten auf den Tag verteilt in den Ortskern. Von Ruth Wiedner-Runo

Der Internationale Korschenbroicher City-Lauf wurde auch gestern wieder zu einem großen Familienfest. Mit zwei Rekorden - nämlich bei den Finishern und im Familienlauf - gab's anerkennendes Schulterklopfen für Organisatoren und Helfer.

Der Melderekord im Kidslauf von Freitag mit 1548 Nennungen wurde zur Freude aller Sportbegeisterten nochmals um 26 Teilnehmer überboten. Insgesamt machten sich gestern 1574 Jungen und Mädchen mit ihren Begleitpersonen auf die 1100 Meter lange Strecke, um die Lust am Laufen auszuleben. Ob allein oder an der Hand von Mama oder Papa, ob im Laufschritt oder im Spaziertempo, ob mit Tretrad oder im Kinderwagen - beim City-Lauf ist alles erlaubt. "Das ist unser Erfolgsrezept", erklärte Chef-Organisator Hans-Peter Walther im Gespräch mit unserer Redaktion und stellte nicht ohne Stolz fest: "Es gibt wohl keine vergleichbare Stadt, die in der Lage ist, so viele Kindergartenkinder für einen Straßenlauf zu begeistern. Das ist einfach einmalig."

Einmalig sind aber auch die stetig steigenden Starter- und Besucherzahlen beim City-Lauf. Gestern gingen in den 17 Läufen insgesamt 4320 Teilnehmer auf die Strecke, während auf den Tag verteilt - laut Angaben aus dem Rathaus - gut 17.000 Besucher in die Stadt strömten. Unter ihnen war auch Philipp Kraemer (34), der eigens zum City-Lauf mit Freundin Maria Feske (32) aus Berlin angereist war. Der frühere GyKo-Schüler staunte nicht schlecht: "Was hier in meiner Heimatstadt abgeht, ist mehr als beeindruckend." Der Freizeitläufer Philipp Kraemer verglich dann auch seinen Lieblingslauf, den Kreuzberger Viertel-Marathon mit dem Korschenbroicher City-Lauf und stellte anerkennend fest: "Hier sind garantiert fünfmal so viele Läufer am Start."

Das alles interessierte Nick Rössel gestern überhaupt nicht. Der Sechsjährige aus Vorst war im Familienlauf allen davon gespurtet. Er nahm im Ziel das Kuschel-Äffchen als begehrte Teilnehmer-Trophäe entgegen, drückte es zufrieden an seine Brust und rang zunächst noch nach Luft. Papa Carsten Rössel nahm indes seinen Filius auf den Arm und gratulierte überschwänglich. "Das hast du toll gemacht", wiederholte der frühere Wildwasser-Sportler gleich mehrfach. Nick war mit seiner Mutter an den Start gegangen. Als Silke Rössel dann mehrere Minuten später auch im Zielbereich auf "ihre beiden Männer" traf, hörte sie von dem Erfolg des Sohnes. Noch etwas aus der Puste, stellte sie anerkennend fest: "Der Nick hat mich ganz ordentlich abgehängt."

Für Bürgermeister Marc Venten wurde der City-Lauf wieder zu einem großen Sport- und Volksfest. "Der City-Lauf ist längst zu einer Marke geworden, die weit über die Stadtgrenzen hinaus strahlt." Diese Begeisterung hofft Venten nun auch auf den 2. Juli zu übertragen, wenn die zweite Etappe der Tour de France von Düsseldorf nach Lüttich durch Korschenbroich rollt. Etwas wehmütig blickte hingegen Dietmar Mittelstädt drein. Für ihn war es gestern der letzte City-Lauf als Sparkassen-Vorstand. Venten lobte den Einsatz des Hauptsponsors und bedankte sich mit einem hölzernen Paar "Laufschuhe".

Quelle: NGZ
 
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