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Korschenbroich
Das Jahr 2016 hielt die Feuerwehr in Atem

Korschenbroich: Das Jahr 2016 hielt die Feuerwehr in Atem
Feuer an der Rhedung: Im April hielt der Brand eines italienischen Restaurants im Ortsteil Kleinenbroich die Feuerwehr auf Trab. Bei dem Löscheinsatz erlitt ein Feuerwehrmann einen Stromschlag und wurde verletzt. FOTO: feuerwehr, cka, archiv
Korschenbroich. Die Einsätzkräfte mussten in zwölf Monaten zu 550 Einsätzen ausrücken - dreimal zu großen Bränden. Jetzt stehen neue Investitionen an. Der Feuerwehrchef will an der Löschgruppe Pesch und an der Alarmierungszentrale festhalten. Von Christian Kandzorra

Die Freiwillige Feuerwehr blickt auf ein bewegtes Jahr zurück: Mit rund 550 Einsätzen hatten die Retter deutlich mehr zu tun als sonst. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 sind die Feuerwehrleute nur zu knapp 440 Einsätzen ausgerückt. "Das Jahr 2016 fing schon mit einem großen Brand an. Ende Januar stand eine Scheune an der Zollhofstraße in Flammen", berichtet Feuerwehrchef Frank Baum.

Drei weitere Großeinsätze sollten folgen: Im April brannte an der Rhedung in Kleinenbroich ein italienisches Restaurant. Im Juni herrschte im Ortsteil Herrenshoff wegen eines starken Unwetters "Land unter". Im August hielt schließlich ein Dachstuhlbrand in Kleinenbroich die Feuerwehr in Atem. "Da war viel Manpower gefragt", sagt Frank Baum. Insbesondere der Brand in dem italienischen Restaurant sei schwer unter Kontrolle zu bringen gewesen. Bei den Löscharbeiten hat außerdem ein Feuerwehrmann einen Stromschlag erlitten und wurde verletzt.

Im September mussten zwei Eichhörnchen-Babys von der Wehr befreit werden. Die Nager sind wieder wohlauf. FOTO: Feuerwehr Kleinenbroich

Die sechs Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Korschenbroich verzeichneten in dem jetzt zu Ende gegangenen Jahr auch eine Zunahme der Tier-Einsätze. So mussten Kräfte des Löschzuges Kleinenbroich im September etwa zwei eingeklemmte Eichhörnchen-Babys aus einer misslichen Lage befreien. Die Nagetiere hatten sich in einem Gitter verfangen. "Den Eichhörnchen ging es nach ihrer Rettung gut. Wir haben sie zur Sicherheit trotzdem in eine Tierklinik gebracht", erzählt der Leiter der Feuerwehr. Er berichtet auch von einem Greifvogel mit gebrochenem Flügel, den seine Kameraden eingefangen und zum Tierarzt gebracht haben.

Zu den Einsätzen rücken die Ehrenamtler mit modernen Fahrzeugen aus: Seit einiger Zeit wird der Fuhrpark der Feuerwehr modernisiert. Insbesondere der Löschzug Kleinenbroich wird mit neuer Technik ausgestattet. Seit April steht den Wehrleuten dort ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug zur Verfügung, das als ein "Multitalent" gilt, weil es für fast alle Einsatzszenarien gut ausgerüstet ist.

FOTO: Kandzorra Christian

Zudem soll bald ein zusätzliches neues Löschfahrzeug für denselben Zug ausgeschrieben und der Umzug der Einheit an die Ecke Von-Stauffenberg-Straße/Dietrich-Bonhoeffer-Straße geplant werden. Denn das bisherige Gerätehaus an der Hochstraße ist zu alt und zu eng.

Auch die Löschgruppe Pesch soll in Zukunft ein neues Gerätehaus erhalten. Dies war im Jahr 2016 kritisiert worden; ein Experte stufte die kleine Einheit gar als überflüssig ein. "Ich werde an der Löschgruppe Pesch festhalten. Die Einheit ist stark. Sie kann innerhalb kürzester Zeit andere Gruppen unterstützen. Außerdem könnte etwa der Löschzug Korschenbroich bei einem Einsatz im Randbereich von Pesch die achtminütige Hilfsfrist nicht einhalten", erklärt der Feuerwehrchef.

Gleiches gelte für die Alarmierungszentrale An der Sandkuhle, die rund um die Uhr besetzt ist. Frank Baum argumentiert gegen Einsparvorschläge: "Derjenige, der Dienst hat, wartet nicht die ganze Zeit am Telefon auf einen Einsatz, sondern erledigt viele Aufgaben, die im Alltag anfallen. Er überprüft etwa die Geräte. Damit kann viel Geld eingespart werden", sagt der Leiter der Wehr.

Quelle: NGZ
 
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