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Korschenbroich
Der "doppelte Anker" nach Umbau eröffnet

Korschenbroich: Der "doppelte Anker" nach Umbau eröffnet
Sie feierten: Stephan Pfaff, Dirk Brügge, Andrea Hollmann, André Segin, Michael Hollmann, Ansgar Heveling, Christopher Mutig und Horst Thoren (v.l.). FOTO: isa
Korschenbroich. Zum Schluss ist doch noch alles gut gegangen. Der "Anker" hat am Sonntagvormittag nach einer dreimonatigen Umbauphase wieder geöffnet. Pächter und Bolten-Chef Michael Hollmann machte in seiner Begrüßungsrede allerdings keinen Hehl daraus, dass die letzten Tage hektisch waren. Von Marion Lisken-Pruss

"Am Freitag habe ich noch gedacht, das klappt nicht." Doch davon merkte man gestern nichts: Mehr als 1000 Gläser waren gespült, Teller, Tassen, Besteck und fast 400 Flaschen Wein eingeräumt und 25 Kilo Mehl und Zucker verstaut. In den Monaten zuvor war der alte "Anker" mit dem angrenzenden Altbau inklusive dem modernen Glashaus verbunden worden. Das üppige Glashaus mit der Fachwerkwand als Blickpunkt wirkt klar, hell und einladend.

Zahlreiche Korschenbroicher Bürger und Politiker waren zur Einweihung gekommen. Das Ergebnis kam bei ihnen bestens an: Von einer "optisch gut gelungenen Verbindung von Alt und Neu" sprach Ansgar Heveling (CDU), Vorsitzender des Innenausschusses, der auch die Lage mitten im Herzen von Korschenbroich hervorhob. Die zentrale Lage spielt auch für Christoph Kamper, Vorsitzender des City-Rings, eine bedeutende Rolle: "Wir hoffen, dass der Brauereiausschank noch mehr Besucher nach Korschenbroich lockt", sagte er, während FDP-Fraktionsvorsitzende Hanne Wolf-Kluthausen ergänzte, dass die Gastronomie "eine Bereicherung für den Ortskern" darstelle. Und für Barbara Romann (SPD), Vorsitzende des Heimatvereins, komplettiert das gesamte Ensemble aus historischem "Anker" und Glasanbau das Bild des Stadtkerns. Noch einen Aspekt brachten viele Gäste ins Spiel: Den direkten Blick auf den Turm von St. Andreas, der als eines der ältesten Bauwerke der Stadt längst zu ihrem Wahrzeichen geworden ist. Während es drinnen Live-Musik gab, grillte André Segin, Betreiber und Chefkoch vom "Anker", draußen ein ganzes Wildschwein, das stattliche 90 Kilo wog. Die Heizstrahler unter den großen Schirmen im Biergarten sorgten dafür, dass auch draußen die Plätze schnell belegt waren. André Segin und sein Geschäftsführer Stephan Pfaff haben in den letzten Nächten wenig geschlafen: "Wir hatten bis zum Schluss viel zu tun. Aber wir sind mit dem Herzen dabei, und dann geht das schon", sagte Stephan Pfaff. Dass noch einige Kleinigkeiten fehlen, gibt er gerne zu. Aber den Betrieb stört das nicht. Und die ersten Reservierungen für Weihnachtsfeiern und Veranstaltungen liegen auch schon vor.

Quelle: NGZ
 
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